Nach vermeintlichem Unfall: Taxifahrerin um Fahrtkosten geprellt

Von: red/pol
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taxi symbol
Eine Taxifahrt, für die keiner zahlen will: Unter dem Vorwand, einem vermeintlich verunfallten Fahrradfahrer helfen zu wollen, stiegen zwei unbekannte Männer aus einem Taxi aus und entfernten sich - ohne die Fahrtkosten zu begleichen. Symbolbild: dpa

Titz/Jülich. Die Polizei bezeichnet es als „fiese Masche“, was sich am späten Dienstagabend in Jülich ereignet hat: Unter dem Vorwand, einem vermeintlich gestürzten Fahrradfahrer helfen zu wollen, stiegen zwei unbekannte Männer aus einem Taxi aus - allerdings flüchteten sie, ohne die Fahrtkosten zu begleichen. Für den vermeintlichen Komplizen endete der Taxi-Clou allerdings nicht wie geplant.

Nach Angaben der Polizei hatte eine 45 Jahre alte Taxifahrerin zwei Männer einsteigen lassen, die sie von 22.55 Uhr bis 23.10 Uhr mit ihrem Wagen von der Bahnhofstraße in Jülich in Richtung Titz gefahren hatte.

Im Bereich der Bungsstraße entdeckte die Frau eine Person, die offenbar mit dem Fahrrad gestürzt war und mittig auf der Fahrbahn lag. Daraufhin hielt die 45-Jährige ihren Wagen an und die Fahrgäste stiegen aus, um Erste Hilfe zu leisten. Das dachte zumindest die Taxifahrerin.

Die Betrüger knieten sich kurz zu dem Fahrradfahrer hin, sprangen dann jedoch auf und rannten davon. Auch der Radfahrer schien wie auf wundersame Art geheilt und beabsichtigte, sich schnellstmöglich zu entfernen. Das gelang ihm allerdings nicht, da die Taxifahrerin ihn bis zum Eintreffen der Polizei festhalten konnte. Der scheinbar Gestürzte, ein 19-Jähriger aus Titz, bestritt, die Flüchtigen zu kennen.

Diese wurden wie folgt beschrieben: Einer der Männer soll etwa 1,60 bis 1,65 Meter groß sein und ungefähr 20 bis 25 Jahre alt. Er war schlank und hatte mittellange, dunkle, gelockte Haare. Die Polizei beschreibt ihn als „südländischen Typ“, der zur Tatzeit mit einer dunkelblauen Jeans, einer schwarzen Lederjacke und Turnschuhen bekleidet war. Sein Begleiter ist ungefähr zehn Zentimeter größer und etwa gleich alt. Er ist etwas kräftiger und hat kurze, schwarze Haare. Auch er fällt laut Polizei in die Kategorie „südländischer Typ“ und trug eine dunkelblaue Jeans, eine Lederjacke und Turnschuhe.

Wegen Zechbetrugs wurde ein Strafverfahren gegen die Männer eingeleitet. Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu den Männern geben können, sich umgehend unter der Rufnummer 02421/949-6425 zu melden.

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