Nach „Tempo-30-Korrektur“ rollen viele flott durch Ameln

Von: -vpu-
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Vielbefahren: Über die Prämienstraße in Ameln rollen täglich 3300 Fahrzeuge. Seit einer Tempo-30-„Korrektur“ darf‘s auch etwas schneller sein. Die Titzer Politik will das nicht hinnehmen. Foto: hfs.

Ameln/Titz. Aus der Sicht der meisten Politiker in der Gemeinde Titz ist die Verkehrssituation auf der Prämienstraße in Ameln durch eine Korrektur „verschlimmbessert“ worden. Etwa 3300 Fahrzeuge rollen täglich über diesen Verkehrsweg, hieß es im Ausschuss für Bauen, Planen, Umwelt. Ortsvorsteher Hans-Willi Gilles (SPD) schlussfolgert: „Ameln ist die Ortschaft in der Gemeinde Titz, die am meisten belastet ist.“

Seit dem Jahresende 2015 dürfen sich die Fahrzeuge noch etwas schneller bewegen, denn ein zuvor falsch ausgewiesener Tempo-30-Bereich wurde so korrigiert, dass die Verkehrsteilnehmer auf dem größten Teil der Prämienstraße nun mit 50 km/h fahren dürfen. Kinder und ältere Menschen hätten ein Problem, auch nur die Straßenseite zu wechseln.

Die Problematik sehen alle Fraktionen im Titzer Rathaus und wollen Abhilfe schaffen. Auf die Tagesordnung im Ausschuss kam das Thema durch einen Antrag der W.I.R.-Fraktion, die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung vorschlug: versetzte Parkstreifen „im Zusammenhang mit einem optischen Fahrradstreifen“ und/oder eine zweite Fußgängerquerung. Nach einer konstruktiven Diskussion wurde der Antrag aber im Sinne eines vielleicht erfolgversprechenderen Vorgehens zurückgezogen.

Die Titzer suchen nun den direkten Dialog mit den Verantwortlichen beim Kreis, der Polizei oder auch überörtlichen Behörden, denn die Prämienstraße ist eine Landesstraße. Das hatte Robert Holzportz (CDU) vorgeschlagen. Nach einem Ortstermin, der die Probleme deutlich vor Augen führen dürfte, sollen an einem runden Tisch Lösungsmöglichkeiten in Ameln erörtert werden – auch für die Dürener Straße, also der gesamten Ortsdurchfahrt.

Schwerverkehr und Traktoren

„Von den 3300 Fahrzeugen sind ein Großteil Schwerverkehr oder Traktoren. Wenn die alle gesittet führen, wäre es ja gut“, sagte Detlef Cremer (W.I.R.). Aber sowohl ortsein- als auch -auswärts seien viele deutlich zu schnell. „Es muss was passieren, so geht es nicht.“ Damit sprach Cremer allen aus der Seele. Bürgermeister Jürgen Frantzen sieht nach der bisherigen Korrespondenz mit dem Straßenverkehrsamt des Kreises keinen Sinn in einer „wenig glücklich machenden Brieffreundschaft“ und schriftlichen Appellen. Er unterstützte letztlich wie der gesamte Ausschuss die Idee eines Ortstermins. Die Verwaltung soll in der Gemeinderatssitzung am heutigen Donnerstag einen Vorschlag unterbreiten.

Auf der Prämienstraße war noch im vergangenen Jahr Tempo 30 an einer Verkehrsinsel ausgewiesen, die Fußgängern die Überquerung erleichtern soll. Dieses Tempolimit wurde aber im weiteren Straßenverlauf nicht mehr aufgehoben, was nicht rechtsmäßig ist.

Nach Rücksprache mit dem Straßenverkehrsamt beim Kreis wurde der Tempo-30-Bereich zunächst örtlich eingeschränkt – er gilt nur noch etwa 150 Meter. Danach erfolgte auch eine zeitliche Einschränkung für bestimmte Uhrzeiten durch Zusatzschilder, weil er in erster Linie der Schulwegsicherung dient.

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