Linnich - Nach DSDS ist die Welt für Pluschke wieder in Ordnung

Nach DSDS ist die Welt für Pluschke wieder in Ordnung

Von: Nicola Gottfroh
Letzte Aktualisierung:
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Marcel Pluschke und Simon Jülicher spielen seit drei Jahren zusammen in der Band „Highway of Sorrows”, mit der sie jetzt durchstarten wollen. Foto: Gottfroh

Linnich. Entspannt sitzt Marcel Pluschke auf dem Ledersofa eines Linnicher Fitnessstudios und schlürft an einem Vitamincocktail. Nicht als Farmer verkleidet, ohne Latzhose und Holzfäller- beziehungsweise Unterhemd gibt der 19-jährige ein anderes Bild ab, als man es vom Fernsehbildschirm kennt.

Im lässigen Kapuzenpulli plaudert der ehemalige Kandidat der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar” ein wenig aus dem Nähkästchen. Fünf Wochen sind seit „Plüschi” Pluschkes Ausscheiden aus der Show und dem Auszug aus dem Kandidaten-Loft vergangen.

In dieser Zeit ist bei dem 19-jährigen einiges geschehen: Von Trauer über den geplatzten Superstar-Traum ist in Marcels Gesicht inzwischen keine Spur mehr zu erkennen. Der junge Musiker wirkt gelöst, zufrieden und glücklich. Dazu hat er auch allen Grund, schließlich hat er seine erste richtige Freundin. „Plüschi” ist ganz frisch verliebt - allerdings nicht in seine DSDS-Flamme Saskia.

Er hat sich ein „echtes Linnicher Mädchen” geangelt, das allem Anschein nach wirklich ihn und nicht nur die Kameras um ihn herum toll findet. Aber auch an seiner Musikkarriere feilt er mit seiner Band „Highway of Sorrows” kräftig. Er möchte das Eisen schmieden, so lange es noch heiß ist. „Ich konzentriere mich jetzt aufs Bandleben. Darum versuche ich meinen momentanen Bekanntheitsgrad zum Vorteil für die ganze Band zu nutzen”, sagt der junge Musiker.

Stadtfest am 18. April

Seine Band - das sind Drummer Daniel Thoss, Gitarrist Simon Jülicher und Bassist Felix Fischer - fiebert bereits ihrem ersten großen Auftritt entgegen. Auf dem Linnicher Stadtfest am 18. April wird das Quartett ein 90-minütiges Konzert geben. Während Marcel dem Auftritt mit dem Argument „Ich bin schon vor sieben Millionen Fernsehzuschauern aufgetreten, da machen mir 1500 Zuhörer auf dem Stadtfest weniger aus”, gelassen entgegen sieht, bekommen seine Bandkollegen mit Sicherheit noch „Muffensausen”.

Ihren bislang größten Auftritt lieferten die Jungs nämlich auf einer Geburtstagsparty vor 80 Zuhörern ab. Plüschis Heimspiel sollte nicht nur eingefleischte Fans freuen, auch Castingshow-Gegner müssen es nicht bereuen, wenn sie einen Abstecher zur Stadtfest-Bühne wagen. „Die Band bietet den Hörern einen ganz anderen Sound. Es klingt einfach anders, als wenn ich als Solo-Sänger auf der RTL-Bühne stehe”, erklärt Pluschke.

Zum Beweis geben er und Gitarrist Simon Jülicher ein spontanes Konzert zwischen Hanteln und Laufbändern. Die Interpretationen, die beide lässig auf dem Ledersofa zum Besten geben, überraschen die Zuhörer wirklich. Sie sprechen eine ganz neue, andere Sprache, die man von der DSDS-Showbühne definitiv nicht kennt.

Diese Verwandlung liegt mit großer Wahrscheinlichkeit auch daran, dass der 19-jährige ganz er selbst sein kann und ihm niemand mehr eine Rolle aufdrängt. Er darf jetzt authentisch sein und zeigt, dass er mehr drauf hat, als nur Lieder nachzusingen. Natürlich wird er bei den kommenden Auftritten auch einige Songs singen, die seine Fans auch schon während der DSDS-Zeit von ihm gehört haben. Aber auch die Lieder aus den eigenen Federn der Bandmitglieder werden zu hören sein - und die hören sich gut an.

Bald ist Marcel seiner „Plüschi”-Zeit gewiss vollständig entwachsen. Eines hat der 19-jährige Musiker aus seiner DSDS-Zeit mitgenommen. „Ich habe gelernt, mich nie aufzugeben und immer an mich zu glauben. Vor DSDS habe hatte ich nie genug Selbstvertrauen”, berichtet er. Auch neue Freunde hat er gewonnen.

„Ich drücke meinen Kumpels Manuel und Merzad fest die Daumen. Ich hoffe, dass sie ins Finale kommen. Verdient hätten sie es”, sagt Marcel. „Mit dem Linnicher Konzert möchte ich mich bei allen bedanken, die mich unterstützt und für mich angerufen haben.” Für echte Fans wird die Autogrammstunde danach ein noch viel größeres Dankeschön sein.
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