Nach 62 Jahren geht der Organist Peter Odenius in den Ruhestand

Von: Adi Zantis
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Seit dem 1. April ist der Kirchenmusiker Peter Odenius nach nunmehr 62 Dienstjahren als Organist und Chorleiter an der Siersdorfer Johannes-Pfarrkirche in den Ruhestand getreten. Foto: Zantis

Siersdorf. Es gibt wohl kaum einen Kirchenangestellten, der auf eine 62jährige Tätigkeit zurückblicken kann. So gesehen stellt der Siersdorfer Organist Peter Odenius an der Johannes-Pfarrkirche mit seiner über sechs Jahrzehnte andauernden musikalischen Dienstzeit ein echtes Novum dar.

Seit dem 1. April im Ruhestand wird er am Samstag, 27. April um 17.30 Uhr mit einem besonderen Gottesdienst nochmals im Mittelpunkt stehen. Peter Odenius absolvierte 1948 bis 1951 sein Studium an der Aachener Kirchenmusikschule und studierte später am Grenzlandkonservatorium.

Im August 1950 erhielt er eine Anstellung an St. Johannes in Siersdorf. An seinem ersten „Arbeitstag“, so erinnerte er sich, musste er mit dem Wallfahrtstag zum Johannesfest insgesamt neun Messen mitgestalten.

Der Heilige Geist spielt mit

Die Siersdorfer Pfarrgemeinde muss sich nun von einem musikalischen Gestalter verabschieden, der sich in vielerlei Hinsicht, durch seine eifrige Dienstbeflissenheit, seinen unermüdlichen Einsatz für die klangvolle Ausschmückung der Liturgie in seinem Heimatort ehrenvolle Verdienste erworben hat. Weit über seinen normalen Aufgabenbereich hinaus hat Peter Odenius mit insgesamt fünf Ortsgeistlichen zusammengearbeitet. Zunächst an der kleinen Orgel in der Ordenskirche und später am neuen Orgelwerk im Erweiterungsbau hat er das große Klangvolumen einer „Königin der Instrumente“ mit seinem ausdrucksvollen Spiel vielfältig ausgeschmückt.

Heute erinnert sich der 81-Jährige gerne an viele Höhepunkte mit dem „Cäcilienchor“, an Orchestermessen, Konzerte und Familienabende. Neben seinem Kirchendienst als Organist, Chorleiter und Küster war der gebürtige Randerather Mitbegründer und Leiter des Knappenchores „Emil Mayrisch“, leitete zeitweise den Kirchenchor in Hottdorf und war als Musiklehrer an der Realschule Linnich tätig. Vor allem in den letzten Jahren hat er als gefragter Organist in den Nachbargemeinden Aldenhoven, Freialdenhoven, Dürboslar, Linnich und Niedermerz immer wieder Vertretungen übernommen.

Viele Priester schätzten besonders seine akribische Vorbereitung der Gottesdienste. „Da hat wohl der heilige Geist mitgespielt“, so erinnert sich Odenius an ein besonderes Lob aus priesterlichem Mund.

Beim derzeitigen Strukturwandel der Kirche bedauert Organist Odenius allerdings den ständigen Wechsel der Priester. Nicht selten, so bemerkte er, wurden seine Liedvorschläge kurzfristig vor dem Gottesdienst noch geändert. In seiner langjährigen Tätigkeit als Kirchenmusiker war Peter Odenius in erster Linie immer ein Mitgestalter. Deshalb ist es auch sein persönlicher Wunsch, den Abschiedsgottesdienst noch einmal selbst mit zugestalten.

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