Jülich - Nach 50 Jahren: Die ersten Jülicher Ingenieure kehren zurück

Nach 50 Jahren: Die ersten Jülicher Ingenieure kehren zurück

Von: ahw
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Ein fröhliches Wiedersehen in der Herzogstadt: Die ersten Ingenieure, die vor 50 Jahren in Jülich am Vorläufer der FH ihr Examen abgelegt haben, begehen ihr Jubiläum an alter Wirkungsstätte. Foto: Wolters

Jülich. Ihr Goldjubiläum feiern die Absolventen der ehemaligen Jülicher Ingenieurschule mit knapp vier Monaten Verspätung: 36 „Studenten“ hatten beim Vorläufer der Fachhochschule angefangen, von denen 27 durchhielten und am 18. Februar 1967 ihr Examen bestanden.

Der Termin im Juni wurde gewählt, weil der Februar fürs Reisen beizeiten unangenehme Überraschungen bereit hält. Von den damals frisch gebackenen Ingenieuren haben sich am Donnerstag noch zehn in Jülich eingefunden, um das Jubiläum an der Stätte des damaligen Erfolges gebührend zu feiern. Ausgerechnet der einzige Jülicher fehlte, der sich jüngst bei einem Saunagang verletzt hat.

Wie vor zwei Jahren, als es bereits ein Treffen der Alt-Ingenieure gegeben hatte, organisiert Wolfgang Wondzinski die Begegnung. Er hält bis heute den Kontakt zu Prof. Dr. Baronetzky, der als Hochschullehrer damals Vorlesungen in Anorganischer und Analytischer Chemie hielt und in Aachen wohnt, sich wegen seines „biblichen“ Alters von 98 Jahren aber entschuldigen ließ.

Die damaligen Pioniere sind inzwischen selbst Mittsiebziger und während ihres weiteren beruflichen Werdegangs von Jülich aus über ganz Deutschland verstreut worden. Einer lebt inzwischen in der Schweiz, einen weiteren hat es bis nach Südafrika verschlagen.

Während ihrer Studienzeit an der Staatlichen Ingenieurschule wohnten die Herren noch in „möblierten Zimmern“ – zum Teil mit Familienanschluss, wie zu hören war, die teilweise die Jülicher Stadtverwaltung vermittelt hatte. Ein Studentenwohnheim gab es damals ebenso wenig wie ein eigenes Gebäude für die Ingenieurschule, die sich mit Baracken bescheiden musste. Immerhin war die Einrichtung auf einer Fläche von 80x80 Metern konzentriert, wie sich Wondzinski erinnert.

„Wie bei der Feuerzangenbowle“ wird die damalige Atmosphäre von den Absolventen im Rückblick beschrieben. Die verhielten sich ganz so, wie sich junge Leute Mitte der 1960er Jahre aufführten. Im Sommer ging‘s ins Jülicher Freibad – gibt es das noch, wurde nachgefragt – das natürlich noch nicht beheizt war, oder nutzten den Kirchberger Baggersee zur Erfrischung.

Silvia Hamacher vom Bürgermeisterbüro empfing die Jubilare Donnerstagmittag im Rathaus, von wo aus eine Führung durch die Festung Zitadelle startete, die vor 50 Jahren auf üblichen Wegen nicht zugänglich war. Es folgte eine Führung durch den Brückenkopf-Park, von dem aus Studientagen nur der Zoo bekannt ist.

Nach dem Jubiläumsabend mit Besuch durch Bürgermeister Axel Fuchs haben sich die Ingenieure für heute zu einer Besichtigungstour im Forschungszentrum angesagt, das viele noch aus ihrem beruflichen Umfeld kennen.

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