Nach 19 Uhr fahren keine Busse mehr zum FZJ

Von: jan
Letzte Aktualisierung:
15042800.jpg
Im unmittelbaren Umfeld des FZJ gibt es einige Maßnahmen und Ideen, um den Pendelverkehr umweltverträglicher zu gestalten. Foto: Jansen

Jülich. Das Pendelverhalten der Mitarbeiter, die in der Nähe des Forschungszentrums (FZJ) leben, hat sich in den vergangenen Jahren geändert. Immer mehr Mitarbeiter gehen zu Fuß oder fahren mit einem Fahrrad oder einem Pedelec. 22 Prozent der gesamten Mitarbeiterschaft hält das so. Gäbe es eine Statistik über die Mitarbeiter aus Jülich, Niederzier, Inden, Aldenhoven und Titz, dann wäre die Zahl deutlich höher.

„Die Niederlande sind der beste Beweis. Wenn das Angebot für Fahrradfahrer stimmt, dann fahren immer mehr Menschen mit dem Rad“, sagt Peter Burauel, der Leiter des Zukunftscampus am FZJ. Deswegen ist es eines der Ziele des Mobilitätskonzeptes, möglichst viele Mitarbeiter aus dem Umfeld auf das Rad zu setzen. Zudem soll das Angebot erweitert werden, mit der Rurtalbahn zum größten Arbeitgeber im Kreis zu pendeln. „Wir arbeiten hier beispielsweise mit der Stadt Jülich und dem Kreis Düren zusammen“, sagt Burauel.

Vom Rurtalbahn-Haltepunkt „Forschungszentrum“ gibt es mittlerweile einen Bus-Pendelverkehr, der auf dem FZJ-Gelände mehrere Punkte ansteuert. Der Zukunftscampus und die Stadtwerke Jülich haben Sebastian Ross, den Klimaschutzmanager der Stadt Jülich, dabei unterstützt, beim Bund Fördermittel in Höhe von 244.000 Euro einzuwerben. Mit dem Geld soll die Rad-Infrastruktur in Jülich verbessert werden.

Neuer Rad- und Fußweg

Zudem legt das FZJ einen Rad- und Fußweg an, der auf dem kürzestmöglichen Weg vom Rurtalbahn-Haltepunkt zum Haupteingang führt. Der Weg ist dann nur noch 1200 statt bisher 1600 Meter lang und zudem komplett beleuchtet. Ebenfalls geplant sind Ladestationen für Pedelecs und Elektrofahrräder, die das FZJ auf seinem Gelände in Zusammenarbeit mit der Stadt und den Stadtwerken Jülich errichten will. „Außerdem könnte man überlegen, den Pendelbus vom Haltepunkt aus mit einem autonomen Fahrsystem auszustatten“, sagt Burauel.

Trotzdem gibt es noch einiges zu tun, das betonen Burauel und Zukunftscampus-Mitarbeiterin Ellen Kammula. „Viele Forscher wünschen sich, dass es auch nach 19 Uhr eine Busanbindung am FZJ gibt“, nennt Kammula ein Anliegen. Oft genug komme es vor, dass Mitarbeiter, die kein Auto haben, gerne länger an Projekten arbeiten würden. Die Busanbindung gibt das nicht her. „Es ist wichtig, dass wir die Attraktivität für junge Leute steigern“, sagt Burauel.

Dazu gehörten auch die Ideen, die im Zuge des Wettbewerbs „Zukunftsstadt“ gesammelt wurden, unter dem Motto „Jülich2030. Bürger.Schaffen.Zukunft“. Jülich hat es mit seiner Bewerbung nicht in die nächste Runde des bundesweiten Wettbewerbs geschafft. Trotzdem seien laut Burauel viele gute Ideen aus der Bürgerschaft gekommen. Passiert sei damit bisher zu wenig. „Ich habe zu Bürgermeister Axel Fuchs gesagt: Lassen Sie das bürgerschaftliche Engagement nicht sterben.“ Zu spät ist es nicht, einige der Ideen aufzugreifen. „Wenn nichts passiert, dann ist das kein gutes Signal an die Bürger.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert