Bourheim - Mythos der Becker-Traditionsmannschaft lebt weiter

Mythos der Becker-Traditionsmannschaft lebt weiter

Von: hfs.
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Udo Leimbach, Hermann-Josef Puchala, Johannes Derksen und Olaf Becker (stehend v.l.) führten die beiden Mannschaften auf dem Platz, herzlichst mit dem Applaus der Alemannia-Fans bedacht. Foto: hfs.

Bourheim. Als sich die zum Eröffnungsspiel der Jubiläumssportwoche 100 Jahre Alemannia Bourheim die Olaf Becker-Traditionsmannschaft und eine Bourheimer Auswahl gegenüberstanden, sahen die Zuschauer Fußball vom Feinsten. Und zwar von beiden Seiten.

„Ich wollte gar nicht spielen, aber leider mussten vier Spieler absagen.“ Olaf Becker hatte bereits vorgesorgt, stand schon im roten Trikot auf dem Sportplatz, ahnte wohl schon, dass der eine oder andere Akteur absagen würden. Vielleicht lag es ja an den hochsommerlichen Temperaturen, denn bei gefühlten 30 Grad auf dem Bourheimer Sportplatzgelände bereiteten schon die Aufwärmübungen dem einen oder anderen Spieler Probleme. Kein Wunder, waren die Zeiten, an denen die Kicker regelmäßig ihre Fußballschuhe schnürten, bei den meisten schon lange vorbei. „Aber es macht schon noch Spaß“, meinte Becker, als er sich die ersten Bälle mit Dirk Ruhrig, Michael Oidtmann oder Jürgen Aschendorf zugespielt hatte.

Sicherlich dachten alle dabei auch einmal einen kurzen Augenblick an ihre aktive Zeit in der Saison 1988/1989. Als frischgebackener Aufsteiger rangierte die Alemannia während der gesamten Spielzeit in neuer Umgebung der Kreisliga A im unteren Tabellendrittel. In der entscheidenden Phase, als es um den Klassenerhalt ging, kam der Ersten die optimale Jugendarbeit des Vereins zu Gute.

Vor den beiden entscheidenden Spielen gegen Rot-Weiß Rödingen-Höllen und Germania Kirchberg griff der damalige Vorstand zum allerletzten Strohhalm, beorderte A-Jugendtrainer Olaf Becker mit seinem Betreuer Peter Hanke sowie die Spieler Lars Niese, Olaf Lippmann und Guido Wieland von der Abschlussfahrt aus dem Center Park zurück nach Bourheim. Unter wesentlicher Torschützenbeteiligung der A-Jugendlichen wurde Rödingen-Höllen mit 5:1 deklassiert, eine Woche später zog Kirchberg mit 0:1 den Kürzeren. Torschütze war Lars Niese und Keeper Guido Wieland hielt seinen Kasten mit Glanzparaden sauber. Der Abstieg konnte verhindert werden, der Mythos von der Becker-Traditionsmannschaft war geboren.

Jetzt, gut 24 Jahre später, fühlten sich viele an diese Zeiten erinnert: Anpfiff durch Schiedsrichter Johannes Derksen, der erste Eckball in der dritten Spielminute wird von Markus Esser hereingeschlagen. Lars Niese ist zur Stelle. Aus der Luft wird der Ball volley angenommen, unhaltbar schlägt dieser unter der Latte ein. Es heißt 1:0, zur Halbzeit führte die von Mannschaftskapitän Olaf Becker angeführte Traditionsmannschaft mit 5:2. Der Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Johannes Derksen, der insgesamt zehn Jahre für die Alemannia gepfiffen hat, wird dankbar von allen Akteuren zur Erfrischung genutzt.

Der Wiederanpfiff erfolgt durch den Alt-Internationalen Hermann-Josef Puchala, lange Zeit Aktiver der Reserve-Mannschaft, darüber hinaus viele Jahrzehnte als Schiri für die Alemannia unterwegs. Und die Bourheimer Traditionself, angeführt von Udo Leimbach, kommt zurück. Am Ende des sehr fairen Spiels heißt es 9:7 für die Becker-Truppe, die sich, wie die „Altinternationalen“, von den Zuschauer feiern lässt.

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