„Muttkrat Schäng” ist tot

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Willi Pelzer wird als Muttkrat Schäng unvergessen bleiben. Foto: Jonel

Jülich. Willi Pelzer ist tot. Nicht nur die Mundartfreunde im Jülicher Land werden trauern. Vielen war Willi Pelzer als „Muttkrat Schäng” ein Begriff. Woche für Woche plauderte er „op Platt” in seinem Jülicher Verzäll über alltägliche Dinge des Lebens - und das immer mit einem schmunzelnden Augenzwinkern und seinem typischen Humor.

Der „Verzäll” war Willi Pelzers Lebenswerk. Im Juni 1950 aus der Taufe gehoben, erfreute die Kolumne unglaubliche 2908 Folgen lang die Leser zunächst der Nachrichten, seit 2003 auch der Zeitung. Dass ihm mit der Verleihung der Ehrenmedaille 2007 eine der höchsten Auszeichnungen der Stadt Jülich zuteil wurde, verdankte Willi Pelzer seiner Verdienste um die heimatliche Mundart.

Willi Pelzer war ein „Adoptivsohn” der Herzogstadt, denn seine Wiege stand 1921 in Köln. Schule, Ausbildung und Beruf absolvierte er aber in Jülich. 50 Dienstjahre lang war er im städtischen Bauamt tätig, das er einige Jahre leitete.

Vermissen werden ihren einstigen Weggefährten auch die Mitglieder des Jülicher Eifelvereins, den Willi Pelzer 1947 wiederbelebte und der ihn zum Ehrenvorsitzenden ernannte.

Und letztlich wird seine Stimme dem Propstei-Cäcilienchor fehlen, dem er seit 1974 als Sänger angehört hatte und in dem er in seiner aktiven Zeit als Bass sang.
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