„Mutter des Tangos“ beim Hauskonzert in Barmen

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Pablo Cámpora präsentiert Milongas beim Hauskonzert in Barmen. Foto: Hilbrandt

Barmen. Pablo Cámpora hat mit zahlreichen berühmten Gitarristen wie dem Altmeister Numen Vilariño gespielt. Die letzte Station auf seiner diesjährigen Tournee „Guitarrero“ widmet er dem Verein „Kultur ohne Grenzen“, dem er sich seit vielen Jahren verbunden fühlt.

Am Sonntag, 22. Oktober, präsentiert er ab 15 Uhr Milongas. Dieser Musikstil gilt als Mutter des Tangos. Das Hauskonzert findet bei Familie Janknecht, Seestraße 24, in Barmen statt.

„In meinem Garten in Montevideo besucht mich häufig eine Art Käfer, ein harmloses Insekt, bestückt mit einem Panzer, der in Grün- und Blautönen schimmert“, erzählt der Gitarrist Pablo Cámpora. „Dieses Tierchen erzeugt mit einem seiner Flügel ein Geräusch, ähnlich dem einer gezupften Gitarren-Saite. Daher nennt man das Insekt ‚Guitarrero‘, der Gitarrenspieler. Den Menschen gefällt es, den Käfer zu fangen und, eingeschlossen in ihren hohlen Händen, seinem Konzert zu lauschen.“

„Guitarrero“ ist auch der Name des neuen Programms von Pablo Cámpora, in dessen Zentrum die Milonga steht. Die Milonga, mit tiefen Wurzeln in der Folklore, ist nicht nur die Mutter des Tangos, sie hat auch ihren Platz im Repertoire für Klassische Gitarre gefunden.

Pablo Cámpora stammt aus Uruguay, einem kleinen Land in Südamerika mit knapp drei Millionen Einwohnern. Dort gibt es eine eigenständige, renommierte Gitarrentradition mit hervorragenden Interpreten. Pablo Cámpora versteht sich selbst als Botschafter dieser Tradition und des lateinamerikanischen Repertoires für Klassische Gitarre. Er hat viele Jahre in Köln gelebt, weswegen er das Hauskonzert bei Familie Janknecht auf Deutsch moderieren und den Gästen so einige Merkmale seiner Musik auf charmante Art näher bringen wird.

Das Konzert wird veranstaltet von Kultur ohne Grenzen. Der Verein vermittelt kostenfrei geflüchtete Kunstschaffende und organisiert Konzerte, Vorträge und Ausstellungen. Der Verein wurde 1999 von Marijke Barkhoff-Freeling gegründet, die dafür das Bundesverdienstkreuz erhielt. 2015 wurde Kultur ohne Grenzen 2. Preisträger des Deutschen Bürgerpreises, Deutschlands größtem Ehrenamtspreis. Der Eintritt frei, um Spende wird gebeten.

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