Muslimische Schützenkönige: "Warum nicht?"

Von: ptj
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Die Vereinsmeister 2014 der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Rödingen auf einen Blick. Foto: Jagodzinska

Rödingen. Ihr Patronatsfest hat die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Rödingen mit einer Heiligen Messe zu Ehren ihres Schutzpatrons, des Heiligen Sebastian, gestartet. Wie Brudermeister Gebhard Gerken bei der Jahreshauptversammlung betonte, hatte Präses Dieter Telorac durchaus „heiße Themen“ zum Gegenstand seiner Predigt gemacht.

Den Beschluss des Bundes Historischer Deutscher Schützenbruderschaften im August 2014, muslimische Schützenkönige abzulehnen, hinterfragte Telorac genauso wie die Ablehnung eines schwulen Königspaares: „Warum nicht?“

Etliche Protokolle und eine musikalisch unterlegte Diashow fassten das erfolgreiche Geschäftsjahr 2014 mit seinem 25. Pokalschießen zusammen. Trotz des demografischen Wandels und der „Vielzahl der zu absolvierenden Termine“ zeigte sich Gerken dankbar, „immer noch einige Schützen und Sponsoren zu haben, auf die man sich verlassen kann“.

Beim letzten Schützenfest sei erstmals der Wanderpokal der Könige „ausgeschossen“ worden, eine Neuerung, die sich etablieren wird.

Training mit dem Lichtgewehr

Um den Samstagabend des Schützenfestes am 18. Juli auch für die Jugend attraktiver zu gestalten, hat der Vorstand die Kölner Mundartband „Kasalla“ und Veranstaltungstechniker Michael Beihnuhn verpflichtet. Letzterer zählt im Übrigen auch zu den elf neu aufgenommenen Schützenmitgliedern, drei haben sich abgemeldet.

Offiziel wurde Renate Hirsch zur neuen Jung- und Schülerschützenmeisterin der Bruderschaft ernannt. Bereits seit längerer Zeit trainiert sie 18 Bambinischützen mit dem Lichtgewehr und richtet mit ihrem Team diverse Veranstaltungen wie Zeltlager und Weihnachtsfeiern aus. Gleichzeitig wurde Hans-Günter Weber für sein 25-jähriges Engagement für die Jugend mit dem Jugendverdienstorden in Gold ausgezeichnet.

Die erste Mannschaft der Bruderschaft stieg zum dritten Mal auf und belegt nummehr den siebten Platz in der Diözesanklasse, während die zweite sich auf dem letzten Platz der dritten Bereichsklasse wiederfindet. Die fünfte Mannschaft belegt in der zweiten Bereichsklasse aufgelegt den vierten Platz, die sechste platzierte sich auf dem dritten Platz der dritten Bezirksklasse.

Weil der bislang erste Kommandant Dieter Bongartz beruflich häufig in Bayern weilt, nahm die Bruderschaft einen „Kommandantentausch“ vor. Erster Kommandant ist nunmehr Peter Marx, zweiter Dieter Bongartz, dritter Kommandant ist Thorsten Hompesch und vierter Konstantin Maaßen.

„Was wird aus der Alten Schule, wenn der Schulbetrieb eingestellt ist?“ war ebenfalls Diskussionsthema. Ortsvorsteher Hubert Sieben stellte in diesem Zusammenhang die neuen Pläne der zehnköpfigen Rödinger Planungsgruppe vor, die allerdings noch nicht in trockenen Tüchern sind: Für die Asylsuchenden miete die Gemeinde Titz Privatwohnungen an, genügend Wohnungsbesitzer würden ihren Wohnraum zu diesem Zweck zur Verfügung stellen.

Neben dem Schulgebäude soll ein Neubau entstehen. Alle Gebäude, zum Teil durch Türen verbunden, böten zusammen genug Platz, sowohl für eine Festhalle für Schützen, KG und Sportverein als auch unter anderem für Jugendtreff, Versammlungsraum und Küche.

Anträge seien gestellt und die Planungsgruppe sei guter Dinge, eine „gute und zufriedenstellende Lösung“ für alle gefunden zu haben. Nächster Termin für alle interessierten Bürger zur Vorstellung der Pläne zur Folgenutzung ist der 27. Januar um 19 Uhr in der Turnhalle der Grundschule.

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