„Musizieren im Park“ findet große Resonanz

Von: ptj
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Begeistert an seinem Geburtstag mit einem Solo im Park: Gitarrist, Sänger und Keyboarder Tobias Weingartz. Foto: Jagodzinska

Jülich. Viel Freude brachte bei gutem Wetter das fünfte Kinder- und Jugendchor-Konzert „Musizieren im Park“ unter der Konzertmuschel am Brückenkopf, erneut organisiert von Peter Schmitz.

Bislang hieß die Veranstaltungsreihe „Jülicher musizieren im Park“. Wegen der erfreulichen Teilnahme des Niederzierer Jugendchores „Sternenfänger“ strich man gerne die Ortsmarke, wie Park-Prokurist Hajo Bülles bei seiner Begrüßung betonte. „Kinder sind einzigartig. Das soll mit diesem Festival vermittelt werden“, sagte Vera Delahaye, die mit ihrer Schwester Petra Dören-Delahaye den Kinderchor „Sterntaler“ von St. Franz Sales leitet.

Kinderrechte betont

Die „Sterntaler“ von sechs bis 13 Jahren brachten herzerfrischend und gestenreich Lieder zu Gehör, die inhaltlich vor allem auf Kinderrechte hinwiesen. „Voll cool“, „Du bist Spitze“ und „Oder wenn und aber haben Kinder eine Stimme auf der ganzen Welt“, hießen ihre Lieder. Ihr Repertoire endete mit der „perfekten Welle“ von Juli und einer „La-Ola-Welle“, die von links nach rechts durchs Publikum führte.

Als einziger Solist trat Tobias Weingartz auf die Bühne, der „schon seit neun Jahren eigene Lieder schreibt“, wie Bülles hervorhob. Weingartz „ist 1998 schon im Friedrichstadtpalast in Berlin aufgetreten, da wusste hier in Jülich noch niemand von seiner fantastischen Stimme – außer Claudia Schmitz“, Chorleiterin der „Rurkehlchen“. Der junge Mann startete mit einem eigenen, etwas traurigen Song über eine verlorene Liebe.

Dann wurde sein Gesang fröhlicher, sein Gitarrenspiel lauter und rhythmischer. „Sitting Waiting Wishing“ von Jack Johnson oder „Ich wollte dir mal eben sagen, dass Du das Größte für mich bist“ von „Sportfreunde Stiller“ stand auf seinem Cover-Repertoire. „Ein Muss für einen Mann mit Gitarre auf der Bühne“ war am Ende „Wonderwall“ von „Oasis“.

Als Claudia Schmitz mit ihren „Rurkehlchen“ von sieben bis zwölf Jahren und mit ihrem Begleitpianisten Harald Jaquet auf die Bühne trat, startete sie mit einem Geburtstagsständchen Tobias Weingartz zu Ehren. Die „Kelchen“ sangen zudem „Träume leben“, „Meine Heimat ist ein kleiner blauer Stern“ oder „Europa Kinderland“ von Rolf Zuckowski. „Damit Sie sehen, dass wir nicht alle die gleiche Musikrichtung haben“, legte der Kinderchor mit Lied sechs „erst richtig los“.

Sonderapplaus für einen Rap

Mit coolen Kappen auf den Köpfen rappten die Kids im Wettstreit „Jungs gegen Mädchen – Mädchen gegen Jungs“ und ernteten Sonderapplaus.

Etwas kürzer gestaltete sich die Playlist des erst im vergangenen Jahr gegründeten Jugendchores „Echo“, zweiter Teilnehmerchor aus der Pfarrei „Heilig Geist“. Unter Leitung von Christof Rück am Piano brachten die klangvollen Stimmen mit „Spring“ eine flotte, mehrstimmige Hommage an den Frühling zu Gehör. Sie interpretierten ferner das irische Abschiedslied „Until we meet again“ und lobten abschließend den Heiligen Geist als „Quelle allen Lebens“.

Der größte Teilnehmerchor heißt „Sternenfänger“, setzt sich aus Grundschülern aus Niederzier, Ellen und Huchem-Stammeln zusammen und wird von Eva-Maria Gaul geleitet. Die vielen singenden Schüler begrüßten ihre Gäste mit einem schwungvollen musikalischen „Hallo“ und führten sie mit „Eine Insel mit zwei Bergen“ aus der Augsburger Puppenkiste in deren Kindheit oder die Kindheit ihrer Eltern zurück. Auch „Mein kleiner grüner Kaktus“ von den „Comedian Harmonists“ wurde angestimmt. Der gebührende kräftige Abschlussapplaus galt allen Konzertierenden.

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