Musikdozenten lassen hören, was sie können

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Nach der klassischen ersten Hälfte des Konzerts der Musikschuldozenten begeisterte das Bahkauv Quartett im zweiten Teil mit seinem Jazzprogramm im flottem Sax-Sound. Foto: Wolfgang Emde

Jülich. Ein bunter Konfettiregen unterschiedlichster musikalischer Genüsse erwartete die Zuhörer beim Kammerkonzert der Dozenten der Musikschule Jülich. Große Flexibilität war nötig, um sich jeweils auf die Beiträge einzulassen, da die Stilrichtungen mehr als unterschiedlich waren.

Mirjam te Laak führte noch einmal in die besinnliche Weihnachtszeit zurück, nach Kirchenjahr zwar legitim, aber im Hinblick auf die Hochzeit des Karnevals doch gewagt. Die geistlichen Kompositionen mit der Arie aus dem Oratorium „Elias“, „Sei stille dem Herrn“ und „Bereite dich Zion“ aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach erklangen zu Beginn des Programms.

Die wohlklingende, zarte Stimme der Sängerin fand in der Schlosskapelle den idealen Akustikraum. Im Duett mit der von Judith Schaible virtuos gespielten Oboe d´amore, in Begleitung von Martin te Laak am Flügel wurde dieser besinnliche Beitrag zu einem stimmigen Klanggenuss.

Der freundliche Grundton der Sonate „Arpeggione“ für Viola und Klavier von Franz Schubert wurde von Susanne Trinkaus bestens herausgearbeitet. Virtuose Spielfiguren, reiche melodische Erfindungskraft kennzeichneten den elegant vorgetragenen ersten Satz dieses Werkes. In dem innigen Hauptthema gab sich Susanne Trinkaus ganz dem satten, vollen Klang und der Sprache ihres Instrumentes hin und nahm die Zuhörer mit in die lyrische Welt von Schuberts Kompositionen. Tomoko Yoneyama ordnete sich am Flügel einfühlsam begleitend unter, so wie es das Werk erfordert.

Kabinettstück

Ein musikalisches Kabinettstückchen bot Judith Schaible mit der „Fantasie über die Oper Poliuto“ von Gaetano Donizetti. Die Oper spielt in der Zeit der Christenverfolgung in Armenien. Themen aus Ouvertüre und Arien fanden sich in den Klängen der Oboe wieder, die von Judith Schaible virtuos, in atemberaubenden, rasanten Tempi äußerst präzise gespielt wurde. Ihr gelang der Wechsel zwischen klangvollen, sanft und weich gespielten und temporeichen Passagen perfekt. Sehr harmonisch und versiert agierte ihr Begleiter Kianhuwa Djie am Flügel.

Mit dem Beitrag von Birgit Bergk, dem ersten Satz der Sonate für Flöte und Klavier von Mel Bonis fand der klassische Teil des Konzertes seinen Abschluss. Das Werk der französischen Komponistin der Jahrhundertwende ist von einer eigenen Anmut. In zarter Expressivität vermittelte Birgit Bergk mit schlankem, leichtem Flötenton, die Brillanz und fein abgestufte Klangkultur des Werkes. Begleitet wurde sie von Adeline de Lange am Klavier.

In einem zweiten großen Programmteil glänzte das Bahkauv Quartett aus Aachen, dem Walter Sembritzki, Dieter Kroppenberg, Hans-Werner Staudte und Heribert Leuchter angehören.

Kompositionen von Duke Ellington, Charles Mingus und Thelonious Monk begeisterten mit Swing, Dixiland und Boogie. Die jazzigen Töne wurden in bewährter Manier von dem bekannten Quartett glänzend interpretiert und mit viel Schwung und Sax- Sound zum Hörvergnügen.

Viel Applaus gab es für alle Mitwirkenden des Dozenten-Konzertes

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