Musik, Theater und Kinderspaß

Von: ng
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Der eigenen Individualität Ausdruck verleihen: Am Kulturtag im KuBa konnten die Kinder einzigartige Anstecker kreieren. Foto: Gottfroh

Jülich. Der Kulturtag ist seit vielen Jahren Kult an der FH Aachen Campus Jülich. Seit die Kulturtag-Organisatoren Gereon Elbers und Volker Muskat das Musikprojekt der FH ins Leben gerufen haben, veranstalteten die Hochschullehrer jährlich einen musikalischen Kulturtag im Brückenkopf-Park.

Im vergangenen Jahr richtete die Fachhochschule diesen Event jedoch erstmals in Kooperation mit dem Kulturbahnhof Jülich auf dessen „Hoheitsgebiet” an den Bahngleisen aus.

„Die Zusammenarbeit zwischen KuBa und FH war sehr erfolgreich”, berichtet der Hochschullehrer Elbers, denn das Ergebnis der Kooperation sei eine rundum gelungene Fusion an Ideen und Möglichkeiten gewesen. Deshalb wurde die Zusammenarbeit in diesem Jahr fortgesetzt.

Schon früh am Fronleichnamsmorgen öffnete das KuBa den Besuchern Haus und Hof und versprach am gemeinsamen Kulturtag mit der Hochschule einen Tag mit vielen musikalischen, schauspielerischen und tänzerischen Highlights.

Bei bestem Frühsommerwetter nutzten nicht nur viele Kultur- und Musikfans und Studenten das bunte kulturelle Angebot - auch zahlreiche Familien machten einen Abstecher zum Bahnhof. Viele Eltern starteten mit Kind und Kegel eine Radtour zum KuBa, schließlich konnte man hier das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden: Beispielsweise die Fahrräder der ganzen Familie von der Polizei mit einem Sicherheitscode versehen lassen.

Auch der kleine Julian und seine Familie hatten sich sportlich gezeigt und waren auf ihren Drahteseln gekommen. Allerdings zeigte der Junge an der Fahrradkodierung deutlich weniger Interesse als am Kinderprogramm auf dem Außengelände: Die Mitarbeiter der Kinderkrippe Wolkennest, der Kinderbetreuungsinstitution des Jülicher Campus, sorgten dafür, dass bei den Dreikäsehochs keine Sekunde Langeweile aufkam.

Kindliche Kreativität fördern

Kreativität wurde auch hier groß geschrieben: Zeichnen, malen aber vor allem das Herstellen individueller Buttons fand bei den Kindern großen Anklang. Auch Julian kreierte seinen eigenen Anstecker, den er in allen Farben des Regenbogens gestaltete und nach dem professionellen Pressen voller Stolz an seiner Jacke trug. Auch Kinderschminken stand auf dem Programm: Mit Pinsel und Farbe zauberten die studentischen Make-up-Profis Kunstwerke in die Gesichter der Kinder. Für die Leckermäuler gab es köstliche süße Waffeln, die überflüssigen Kalorien trainierten sie auf der Hüpfburg wieder ab.

Vor allem aber die Erwachsenen kamen am Kulturtag auf ihre Kosten und ins Schwitzen - schließlich waren die meisten gekommen, um sich gute Musik anzuhören und abzurocken. Unter anderem stand Mitorganisatorin und Vollblutmusikerin Virginia Lisken auf der KuBa-Bühne. Musikfreunde im Jülicher Land wissen es zu schätzen, wenn die Sängerin zeigt, welch gewaltige Stimme in ihrem zierlichen Körper steckt. Anschließend eroberte Tobi B aus A die Bühne. Nach seinem Auftritt stand eine musikalische Pause zugunsten der Theatergruppe der FH an. Unter der Leitung von Katharina Gallwitz zeigten die neu gegründete Theatergruppe der FH, die zum ersten Mal bei einem Kulturtag auf der Bühne stand das Stück „Die Kleinbürgerhochzeit” von Bertolt Brecht.

Nach dem Ausflug ins Theater übernahmen die Musiker wieder das Zepter. „Bei einigen Bands wird es am Abend richtig laut und hart”, kündigte Virginia Lisken an und sollte Recht behalten.

Die Wände des Kulturbahnhofs bebten, als Gruppen aus dem Jülicher Land, unter anderem die Bands Six Cells, Hideaway BB, 6 aus 49 und Cutback, die Bühne mit Rock, Metal und Punksounds zum Vibrieren brachten. An dem FH-Kulturtag fehlte natürlich auch ein Auftritt der Band ÇPIKhouseÈ nicht, in der die beiden Organisatoren Gereon Elbers und Volker Muskat spielen.

Viele Besucher und Studis feierten bis in den frühem morgen hinein. „Ich war wirklich überrascht. Mit so einem Zulauf hätte ich nicht gerechnet”, berichtet Elbers. „Der Kulturtag war ein voller erfolg”, erklärt er weiter. Vor allem das Theaterstück sei bei den Besuchern „richtig gut angekommen”. Einer weiteren Auflage im nächsten Jahr steht demnach nichts im Wege.
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