Música Espaola mit Leidenschaft

Von: Hilde Viehöfer-Emde
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Wahre Könner in Aktion: Ariana Burstein (Violoncello) und Roberto Legnani (Gitarre). Foto: Emde

Jülich. Musik aus Spanien und Lateinamerika boten Ariana Burstein (Violoncello) und Roberto Legnani (Gitarre) in Vollendung. Die musikalische Reise durch diese Länder schaffte Begegnung mit einer Musikkultur, die meisterlich die Qualitäten klassischer Musik mit folkloristischen Stilelementen verbindet.

Die Arrangements für Cello und Gitarre eröffneten klangliche Möglichkeiten, die besonders diese von Leidenschaft geprägte Musik intensiv erleben lässt. Die große Vielfältigkeit der spanischen Musik ist dem Einfluss der verschiedensten Völker zu verdanken. Juden, Mauren, arabische Christen, Roma und Sinti waren die Bindeglieder zwischen Orient und Okzident. Sie erhielten diese Musik und konnten auch in der Moderne aus diesen nicht versiegenden Quellen musikalische Ideen schöpfen.

Virtuoses Spiel von beiden Solisten, großer musikalischer Ausdruck und leidenschaftlicher Vortrag machten dieses Konzert zu einem beeindruckenden Erlebnis.

Leider hatten sich nur wenige Zuhörer in der Schlosskapelle eingefunden. Schade, denn dieser Musik und diesen hochkarätigen Interpreten zu lauschen, war Genuss pur und Balsam für die Seele.

Das Programm war chronologisch aufgebaut und bot einen repräsentativen Querschnitt durch die Welt der spanischen und lateinamerikanischen Musik. Die Reihe der Komponisten führte von Gaspar Sanz, Sebástian de Yradier, Isaac Albéniz, Enrique Granados bis zu Pablo de Sarasate.

Bei den melodiösen und stark rhythmisch geprägten Werken von Gaspar Sanz spielte Ariana Burstein ihr Instrument voll aus und begeisterte mit ihrer Ausdruckskraft. Vielfältige und farbige Impressionen gelangen im Zusammenklang der beiden Instrumente. Roberto Legnani erwies sich als Gitarrenvirtuose.

Die bekannten Melodien „La Paloma” und „El arreglito” von Sebastián de Yradier wurden in dieser Konstellation zu kleinen Kunstwerken. Elemente aus Jazz und Sinti Musik fand der Zuhörer in dem Werk „Los homenajes a Villa-Lobos” von Enrique Granados. Sanfte Melodien und afrikanische Rhythmen kennzeichnen diese brasilianische Musik, deren vielfältigen musikalischen Ideen problemlos Tradition und Moderne verbinden.

Mit den Zigeunerweisen „Aires gitanos” von Pablo de Sarasate endete das Programm. Das begeisterte Publikum kam aber noch in den Genuss zweier Zugaben.
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