Mundart reizt alle zum Lachen

Von: bw
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In „Fremde Wöert“ wurde dem Kirchberger Publikum mit Humor erklärt, dass es auch in der Ehe zu zahlreichen Missverständnissen kommen kann beim Gebrauch von unbekannten Begriffen. Foto: Wickmann

Kirchberg. Zum mittlerweile zwölften Mal hat der Verein zur Pflege des heimatlichen Brauchtums seinen Rheinischen Mundartnachmittag in der Kirchberger Bürgerhalle veranstaltet.

Unter dem nicht für jedermann sofort verständlichen Motto: „ Wellste Schmunzele on Laache övver löstije on ernste Saache - dann moß de onvürennjenomme am Sonndaach nom Monkartnommedaach komme!“ waren alle herzlich eingeladen, um sich zahlreiche Sketche anzusehen, die von den Kirchberger Mundartfreunden, Franz-Josef Linnartz aus Frenz und der Heimatbühne der Eifeler Mundartfreunde Bad Münstereifel aufgeführt wurden.

Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden Hans Boos trug Klara Germes „Meng Mottersproch“ vor und berichtete zur allgemeinen Erheiterung von den Problemen, die eine Rentnerin beim Lernen einer Fremdsprache hat in „En 80-jöhrige Sprachstudentin“. Achim Cormann musste in „Der ideale Kellner“ noch viel lernen, um Maritta Kieven als Gast in seinem Restaurant zufriedenzustellen. Eine besondere Form der italienischen Sprache präsentierten Herbert Johnen und Helmuth Kieven im Sketch „Der Abjesandte“, bei der ein Besucher aus dem Vatikan samt Simultanübersetzer eine Ansprache hält.

Besonders viel Spaß hatte das Publikum auch beim Besuch beim „Psüschijater“, gespielt von den Eifeler Mundartfreunden. Hier kostete ein Ehepaar die behandelnde Therapeutin sehr viele Nerven, als sie versuchte, wieder etwas Schwung in ihr Eheleben zu bringen.

Viele Geschichten aus dem Leben brachten das Publikum zum Lachen, wie der Besuch eines Gourmet-Lokals oder beim „Dokter“. Elisabeth Wolff berichtete vom Glück des Gärtners und Gabi Reinartz, Marianne Sery und Bert Voiss hatten viel Spaß bei ihrem Friseurbesuch. Der Rheinländer ist natürlich bei dem herrlichen Frühlingswetter gerne „Op Jöck“, wie der Kirchberger Verein eindrucksvoll zeigte.

Doch auch der schönste Nachmittag geht einmal vorbei und „Et letzte Woart“ hatte der zweite Vorsitzende Johann Ernst. Doch bevor es hieß „Et jitt nix mie!!“, sangen alle gemeinsam „Et Kirchberger Leed“. Alle Darsteller dieses unterhaltsamen Programms wurden mit lang anhaltendem Applaus bedacht, und der nächste Mundart-Nachmittag ist natürlich schon beschlossene Sache.

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