Multikulti-Musikfestival ein voller Erfolg

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Jülich. Die Premiere ist gelungen. Das erste „Multikulturelle Musikfestival im Jülicher Kulturbahnhof war ein voller Erfolg. Laut und geräuschvoll startete der Abend mit den Trommlern des Jülicher Tambour Axé, die gekonnt die Aufmerksamkeit der zahlreichen Zuhörer auf sich zogen.

Die anschließende Begrüßung erfolgte musikalisch. Alexandra Bartels sang gefühlvoll und wunderschön von einer Weltreise, BAPs Klassiker „Jupp”. Danach ging es mystisch weiter nach Australien. Hier wurden die Gäste von Andy Cormann mit seinem Didgeridoo in die Welt der Aborigines geführt. Mit Tabla-Klängen von Ralf Wilden ging es nach Indien fortgesetzt, wo sich dem Zuhörer meditative Sphären erschlossen.

Fröhlich, laut und zum Mitklatschen animierend, zog die Vollblutsängerin und Professorin der FH Jülich, Aysegül Artmann, die Gäste mit türkischer Musik in ihren Bann. Dima Schukan trat für Russland an. Mit Liedern wie „Kalinka” hatte er sofort das Publikum auf seiner Seite. Lia Dolfus begeisterte mit russischem Gesang, eigens für diesen Abend einstudiert.

Mit Franco Barranco und seinen italienischen Liedern zog der Sommer in den Kuba. Ob „Volare” oder „Tu vo fa´l americano”, es wurde mitgeschunkelt und gesungen. Erst nach zwei Zugaben durfte Franco von der Bühne abtreten. Der Meister des Deutschen Liedgutes, Stefan Pelzer Florack, brachte die ganz „Großen” zu Gehör. Ob Reinhard Mey, Hannes Wader oder Rio Reiser - Stefan wusste diese unvergessenen Liedermacher wunderbar in Erinnerung zu bringen. Auch er durfte erst nach einer Zugabe mit einem Lied von BAP von der Bühne. Danach erwarteten Manuela und Wolfgang Riedel die Abendgesellschaft in Amerika und führte sie mit wundervollem Blues unter anderem von J.J. Cale in den tiefen Süden des Landes. Turbulent und lebhaft wurde es beim Line- und Coupledance. Die aus Köln und Geilenkirchen angereisten „Country Angels” um Ralph Burghard machten aus der KuBa-Bühne einen Tanzboden, und manch einen im Publikum hielt es nicht mehr auf seinem Stuhl. Zu American und Irish Music wurde gezeigt, was Linedance ist.

Atemlose Stille trat bei den ersten Tönen von Marlon Brandt ein. Hier präsentierte sich ein absoluter Ausnahmekünstler. Marlon sang American Folk von den größten Songwritern Amerikas wie Bob Dylan und Bruce Springsteen. Teilweise hatte der Zuhörer den Eindruck, der „Boss” himself gibt sich die Ehre. Wunderschön und gefühlvoll, einfühlsam begleitet von Jo Lisken am Cajon, verzauberte Marlon die komplette Zuhörerschaft, die dies mit Feuerzeuglichtern dankten. Er wird am 15. Dezember mit seinem Brandt Orchester beim Weihnachts-NoiseLess auftreten. Laut und bunt wurde es anschließend mit Cherokee Indianern. Running Woolf und seine Squaw White Cloud zeigten in Original Kostümen Tänze und Lieder dieses Stammes aus North Carolina.

Abgerundet wurde der Abend mit Tanz und Musik aus dem Land des Lächelns. Die chinesische Studentin Kitty tanzte hingebungsvoll ihren Pfauentanz, ihre Freundin Suphie ließ die Zuhörer mit ihrer ausgebildeten Opernstimme und zwei chinesischen Traditionsliedern staunen. Mit einem Lächeln auf den Lippen wurden die Gäste mit dieser außergewöhnlichen Darbietung verabschiedet.

Der Reinerlös des Abends geht an die Kinderwohngruppe Mersch. Die beiden Leiter der Gruppe waren mit einigen ihrer Kinder vor Ort und standen den ganzen Abend zu Informationen zur Verfügung. Darüber hinaus wurden Weihnachtspaten, die sich mit einem festgelegten Betrag an Weihnachtsgeschenken für die Kinder der Wohngruppe beteiligen, gesucht und auch gefunden.

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Eine Fortsetzung ist in jedem Fall geplant.
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