„Müntzer Lichter“ locken zum dritten Mal

Von: ptj
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„Alles Käse“? – Keineswegs! Die dritte Auflage des Müntzer Nachtzuges war wiederum ein voller Erfolg. Foto: Jagodzinska
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Hier haben sich Indianer, Zauberer, Matrosen und Glühwürmchen auf einem Wagen zusammengetan. Foto: Jagodzinska

Müntz. Wenn sich Karneval mit Romantik paart, ist der Erfolg garantiert. So zog es Massen kostümierter Jecken, darunter viele Familien mit Kindern, zum dritten Nachtzug nach Müntz.

Dabei mussten sie zum Teil weite Fußwege in Kauf nehmen, denn der Müntzer Ortskern war gesperrt. Schon lange vor Ertönen der Feuerwehrsirene als Startsignal der veranstaltenden Müntzer Feuerwehr war die Stimmung in den Straßen top, es wurde getanzt und gesungen.

Der närrische Lindwurm mit Romantiktouch bestand aus 15 Wagen und fünf Fußgruppen aus dem Titzer Gemeindegebiet, Jülicher Stadtteilen und der Heinsberger Ecke. In voller Beleuchtung, verstärkt durch Laserkanonen und Nebelmaschinen, schlängelten sich die Mottowagen und Fußgruppen durch die Straßen.

Zu eingespielten Karnevalshits in voller Lautstärke wurden Kamelle, Popkorn, Schokolade und kleine Überraschungen geworfen, darunter auch Leuchtarmbänder. Die in Fellmäntel gehüllte Besatzung des Großwagens „Müntzer Eiszeit“ warf zudem Eisklümpchen und damit ein Stück Winterfeeling auf die Straße. Weitere kreative Mottos waren etwa „Die krasse Herde küsst den Frosch“, hier zogen rotgewandete Könige mit Leuchtkrone und schimmernde weibliche Frösche umher, oder „Unsere Herde, die ist drollig, wir sind spitze, scha(r)f und wollig“. Dieses Motto hatten Teilnehmer aus Granterath, Müntz, Katzem, Kückhoven, Hetzerath, Neu-Immerath und Erkelenz für ihren Wagen ausgewählt. „Spaß an d‘r Freud“ hatten die Tanzgruppen Firestars und Shinshine Ladies aus Mersch/Pattern auf ihrem Schiff. Glühwürmchen hatten sich auf einem anderen Wagen mit Indianern, Matrosen und Zauberern zusammengetan. Ritter zogen mit ihrer fahrbaren Burg umher, dahinter eine Gruppe Piloten.

Der Großwagen einer Heinsberger Veranstaltungstechnikfirma erwies sich als „Crew of Madness“. „Alles Käse“ meinte eine Fußgruppe aus Hompesch, die als beleuchtete Schweizer Käse mit einer Kindermäusegruppe unterwegs war. „Müntzer Lichter 2014“ kündigte das kleine blau-weiße Boot „Heidewitzka“ an, auf dem Wunderkerzen funkelten. Fröhliche Nonnen und Mönche, Farmer und Sträflinge in einem fahrenden Gefängnis folgten ihm. „Hätt dä Buur ke Jeld, stellt dä sing Frau op et Feld“, war Motto der Katholischen Landjugendbewegung Erkelenz, die sich in zwei Gruppen aufgeteilt hatte. Die Ü-25 unter ihnen folgten als Eskimos im Iglu. Robin Hood jagte die Ganoven in Immerath und Ralshoven. Lucky Luke zog im Saloon durch Müntz und danach zur After-Zug-Party, gefolgt von Cowgirls und -boys in Hosen mit Kuh-Design. „Super, eine neue Form des Karnevals“, lautete ein begeisterter Kommentar.

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