Müll und Dreck: Barmen soll Badeparadies bleiben

Von: Guido Jansen
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Weißer Sand, blauer Himmel und sauberes Wasser: So soll es bleiben, hoffen (v.l.) Gert Marx von der Stadt Jülich, Matthias Hein, Heinz Frey und Ralf Heinen. Foto: Guido Jansen
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Eindeutige Aussage mit Hintergrund: Wasservögel dürfen nicht gefüttert werden. Sonst wird das Kot-Problem zu groß.

Jülich. Ein bisschen ist es wie der Silvester-Fernsehklassiker „Dinner for one“: Same procedure as every year, die selbe Prozedur wie in jedem Jahr. In jedem Jahr müssen die Verantwortlichen darauf hinweisen, dass die Gäste an einem der schönsten Badestrände in der Region darauf achten müssen, dass Müll und Dreck nicht zu einem zu großen Problem werden. Erst recht in diesem Jahr.

Denn seit gut zwei Wochen liegt frischer Sand am Strand. 300 Tonnen feinster weißer Quarzsand, gespendet von Rheinbraun. Barmen, das Badeparadies. „95 Prozent der Badegäste hier führen sich vorbildlich auf“, sagte Heinz Frey, Jülicher Ratsherr und Barmener, der mit dem Barmer Ortsvorsteher Ralf Heinen ein Auge auf den Strand hat. „Aber die anderen fünf Prozent machen uns immer wieder Sorgen.“ Entweder, weil sie ihren Müll einfach nicht entsorgen, oder aber, weil sie sogar dem Vandalismus anheimfallen. „Da helfen dann nur noch saftige Strafen. Wenn die Stadt den Verursachern die Schäden in Rechnung stellt, dann tritt vielleicht ein Lerneffekt ein“, sagte Frey.

Laut Frey und Heinen funktioniere die Zusammenarbeit mit den Ämtern der Stadt gut. Die Mitarbeiter des Bauhofs haben den alten Sand abgetragen und den neuen aufgeschüttet. Außerdem werden die Mülleimer geleert, die Toilette wird abgesaugt, damit der Badespaß ungetrübt ist.

Das alleine reicht aber nicht. Frey und Heinen loben besonders die Barmener Familie Grube, die sich ehrenamtlich um das Reinigen der Toilettenanlage kümmern. „Da kann man nur höchste Anerkennung zollen“, sagten Heinen und Frey. Das gelte auch für den Unternehmer Matthias Hein aus Schophoven, der mit seinem Lkw-Fuhrpark dafür gesorgt hat, dass die 300 Tonnen Sand nach Barmen gebracht werden. Denn den Transport übernimmt Rheinbraun nicht.

Es gibt ein weiteres Problem, das vielen Badegästen offenbar nicht klar ist, obwohl ein Schild darauf hinweist. Trotz des Verbotes füttern sie die Wasservögel, die auf dem See leben. Die Konsequenz: Die Tiere halten sich sehr häufig am Strand auf, ihre Hinterlassenschaften verschmutzen den Sand. Erste Spuren gibt es auch jetzt schon im frischen Sand. „Wir haben schon genug mit dem Müll zu kämpfen. Wenn dann auch noch viel Kot anfällt, dann ist das schnell tödlich für den Badespaß hier“, sagte Heinen.

Denn sonst spricht nichts gegen einen erholsamen Tag am Barmener Strand. Die Wasserqualität wird regelmäßig überprüft, laut Heinen ist sie im Moment hervorragend.

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