Mückenplage im Jülicher Land

Von: hfs.
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Mücken- und Bremsenplage auf der Sophienhöhe: Deswegen hat der Eifelverein Wanderungen abgesagt. Unser Karikaturist Heinrich Schwarze-Blanke zeichnet ein Bild, wie Wanderungen noch funktionieren könnten.

Jülich. „Einfach ruhig bleiben, sich stechen lassen, denn wenn die Mücke verscheucht wird, setzt sie immer wieder neu zum Stich an und verursacht viel mehr juckende Stellen.“ Den Rat eines Mückenforschers dürften in diesen Tagen nur ganz wenige Menschen befolgen.

Denn im Nordkreis herrscht geradezu eine Mückenplage in Tateinheit mit aggressiven Bremsen, ob beim abendlichen Plausch auf der Terrasse, beim Baden oder aber beim Fußballschauen beim Rurdorfer Sommercup. Zurzeit herrscht eine Plage, darin sind sich die Gestochenen und die, die ein Mittelchen gegen die Mückenstiche haben, einig.

„So heftig habe ich es noch nicht erlebt, natürlich haben wir noch genügend Gegenmittel. Fast jeder, der zu uns in die Apotheke kommt, verlangt ein Mittel gegen Mückenstiche.“ Der Jülicher Apotheker Luc Rey hat nach eigenem Bekunden eine ähnliche Plage in den 70er Jahren erlebt. „Aber damals ging es vorwiegend gegen die Kriebelmücke“, erinnert er sich.

Mücken entwickeln sich in ruhenden Gewässern, Teichen oder Tümpeln. Aber auch Regentonnen können zu Mückenzuchtstationen werden. Besonders jetzt, in der warmen Jahreszeit, kommen die Insekten in Massen, Bereiche wie in der Nähe des Barmer Sees oder auf dem Rurdorfer Sportplatzgelände, wo zurzeit Hunderte Besucher den Sommercup verfolgen, werden heimgesucht. „Gegen eine kleine Spende, die wir einem sozialen Zweck zuführen, können Sie sich von uns einsprühen lassen“, sagt Stadionsprecher Uwe Gerresheim jeden Abend.

Und Apotheker Luc Rey rät trotz des Verlangens nach kurzen Hosen „zu längerer weißer Kleidung, das hält die Mücken einigermaßen ab.“ Den besten Schutz vor Mücken, Fliegen oder Zecken, so sagen es die Experten, biete eine Kombination aus mechanischen Schutzmaßnahmen – Mückenschutzgitter – und die Anwendung von Repellentien.

„Das sind synthetische Mittel, etherische Öle zur Abwehr von Parasiten auf der Körperoberfläche“, klärt Rey auf, der vor der Anwendung aber dazu rät, zuerst eine kleine Stelle, zum Beispiel unter der Achselhöhle, mit dem Mittel zu behandeln. „So kann man schnell feststellen, ob der Mückenschutz auch hautverträglich ist“, rät er, denn allergische Hautreaktionen seien meistens schmerzhafter als ein Mückenstich.

Bevor allerdings Kleinkinder mit den diversen Mittelchen behandelt werden, sollte man sich in der Apotheke beraten lassen. „Ansonsten sind die meisten Repellentien ab einem Alter von zwei Jahren ungefährlich.“ Dazu zählt auch Lavendelöl, ein Hausmittelchen zum Verscheuchen von Mücken.

Und aus Omas Erzählungen weiß man, dass ein mit Essig getränkter Waschlappen geradezu Wunder bewirken kann. Platziert auf der Nachtkommode; schon summen die Plagegeister davon. Wohl dem, der denn beim abendlichen Plausch auf dem Balkon oder beim Besuch des Fußballplatzes immer einen mit Essig getränkten Lappen bei sich hat.

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