Moschee-Neubau: Anlieger der Gartenstraße werden beteiligt

Von: ahw
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Der Eingang zum Gelände des Türkischen Kulturvereins an der Gartenstraße, wo sich dessen Gebetshaus befindet. Foto: Wolters

Aldenhoven. Schon vor ziemlich genau einem Jahr ist der Plan zum Neubau einer Moschee mit Minarett und Kuppel an der Gartenstraße in Aldenhoven vorgestellt worden, die als Gebets- und Begegnungsstätte für Jugendliche und andere Mitglieder des Türkischen Kulturvereins vorgesehen ist und das bestehende Bethaus ersetzt.

Doch es gab Probleme mit dem Bauordnungsamt des Kreises Düren, der den Standort der erforderlichen Stellplätze als Beeinträchtigung für den Ruhebereich gewertet hatte. Um hier eine Lösung zu finden, hatte das Bauamt der Gemeinde die Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes für den Bereich von Moschee und Stellplätzen vorgeschlagen.

Dieser Lösungsansatz wurde am Donnerstag im Bauverwaltungsausschuss kontrovers diskutiert und am Ende mit der haudünnen Mehrheit von 10:9-Stimmen bei zwei Enthaltungen dem Gemeinderat zur Beschlussfassung empfohlen.

Da die Beeinträchtigungen jetzt schon im Grenzbereich seien, lehnte CDU-Sprecher Hans-Walter Müskes das vorgeschlagene Vorgehen ab. Sie habe zwar nichts gegen den Moscheebau, sagte Monika Müller (GL-Fraktion), doch „das ist der falsche Ort, weil zu klein“, argumentierte sie generell gegen den Standort Gartenstraße.

Vertreter der SPD sehen dagegen die Chance, die vertrakte Parksituation dort endlich neu zu ordnen und möglichst zu verbessern.

Bauamtsleiterin Anita Klotz erläuterte die ausführliche Prüfung des Bauordnungsamtes, das insbesondere die fehlende Beteiligung von 22 Anliegern der Gartenstraße bei der Ausweisung der Stellplätze moniert hatte und empfahl, den Sachverhalt in die Bauleitplanung zu geben, da bei der Aufstellung eines Bebauungsplanes eine fest geregelte Bürgerbeteiligung Teil des Verfahrens ist.

Derweil sei der Bauantrag für die Moschee ruhend gestellt worden, sagte Klotz, die weiter ausführte, dass die Zahl der geforderten Stellplätze, wie bei Kirchen oder anderen Versammlungsstätten auch, nach deren Größe berechnet werde.

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