Titz - Mittwoch: Informationen über den geplanten Windpark Rödingen

Mittwoch: Informationen über den geplanten Windpark Rödingen

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Lärm, Lichtreflexion und den Schattenwurf der Anlagen heben Kritiker von Windkraftanlagen als besonders störende Elemente hervor. Hinzu kommt in ihren Augen die Verschandelung der Landschaft. Foto: hfs.

Titz. Bis zum 31. Dezember 1998 konnten Baugenehmigungsverfahren für Windräder im Außenbereich ausgesetzt werden. Die Gemeinde Titz nutzte, wie viele Kommunen, die Gelegenheit, suchte für die einzige „Muss-Anlage” in Höhe der Ortschaft Rödingen nach weiteren geeigneten Standorten. „Wir haben drei geeignet erscheinende Konzentrationszonen ausgewiesen”, sagt Bürgermeister Jürgen Frantzen.

Dass der Bau solcher Windkraftparks gerade von den im betreffenden Gebiet wohnenden Menschen nicht gewollt wird, liegt auf der Hand. „Wir leben in einer großen kommunalen Familie. Die Lasten in Ballungszentren, die den Landgemeinden zum Vorteil reichen, müssen im Umkehrschluss von uns getragen werden”, macht Frantzen aus seiner persönlichen Meinung keinen Hehl.

Kritiker nennen neben verunstalteten Landschaftsbildern und gemindertem Erholungswert in erster Linie den Lärm, die Lichtreflexion und den Schattenwurf der Anlagen als größte Beeinträchtigungen. Die technischen Entwicklungen zur Effizienzsteigerung der Anlagen sind rasant. Nabenhöhen von 120 Meter bis 150 Meter - in Rödingen sind 102 Meter, in Ameln 110 Meter Nabenhöhe geplant - sind keine Seltenheit.

Hinzu kommen Rotordurchmesser von bis zu 100 Metern, so dass die Gesamthöhe der Anlage schnell bis zu 200 Meter betragen kann. Ab 100 Metern Gesamthöhe sind spezielle Maßnahmen zur Kenntlichmachung der Anlage erforderlich. Die Befeuerung bei Dunkelheit und rote Signalfarbe als Außenanstrich tragen dazu bei, dass Anwohner sich noch mehr beeinträchtigt sehen.

„Eine seriöse Aufklärung der ortsansässigen Bevölkerung ist unabdingbar”, sagt Frantzen. Mit dem Gemeinderat hat er für Mittwochabend, 18 Uhr, Hauptschule Titz, eine Infoveranstaltung angesetzt. Die sei im Gegensatz zu anderen Baumaßnahmen „gesetzlich nicht vorgesehen”. Dort sollen auch Kritiker zu Wort kommen.
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