Mitten in Müntz soll ein „Ort der Begegnung“ geschaffen werden

Von: hfs.
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Bürgermeister Frantzen beobachtet, wie Ulrich Goebbels (verdeckt) die Baggerschaufel bedient. Foto: hfs.

Müntz. Was bleibt, sind bei den ehemaligen Pennälern aus Müntz die Erinnerungen an das alte Schulgebäude an der Raiffeisenstraße. Und rund 500 Tonnen Schutt, die recycelt werden. Denn seit Dienstag ist das alte Grundschulgebäude im Titzer Gemeindeteil Vergangenheit.

Im Zuge der Dorferneuerung wird die freigeräumte Fläche zum Dorfmittelpunkt umgestaltet. Ja, Erinnerungen sind mit dem Gebäude verbunden. Das machte Ortsvorsteher Ulrich Goebbels am Dienstagmittag deutlich, bevor er mit Hilfe des Baggerführers eines niederländischen Abbruchunternehmens die Abrissarbeiten begann. Erinnerungen deshalb, weil er selbst einmal in dem Gebäude gewohnt hat.

„Damals habe ich mit meiner damaligen Freundin und jetzigen Frau dort gut fünf Jahre gelebt“, sagte Goebbels. Der ist deshalb ein intimer Kenner der dortigen Gegebenheiten. Vor dem Krieg erbaut, wurde die Schule damals mit „dem Material, was vorgefunden wurde, wieder instand gesetzt“, erinnerte der Ortsvorsteher an den Wiederaufbau, „denn es sollte so schnell wie möglich wieder als Schulgebäude dienen“.

Da in den letzten 30 Jahren nichts mehr an der Bausubstanz ausgebessert, geschweige denn renoviert wurde, erübrigt sich eine Sanierung. Obwohl diese, wie Goebbels herausstellte, „auch angedacht wurde.“ So habe es in Müntz auch Stimmen gegeben, die gegen den Abriss waren. Insgesamt sechsmal stand das Thema im Ausschuss auf der Tagesordnung, dreimal wurde es im Gemeinderat ausgiebig diskutiert.

„Es wurde sogar der Denkmalschutz auf den Plan gerufen, gar der Petitionsausschuss im Düsseldorfer Landtag, ehe die endgültige Entscheidung für den Abriss fiel. Und diese Entscheidung war richtig“, sagte Goebbels, stieg auf den Bagger und begann mit den Abrissarbeiten, die von den niederländischen Spezialisten in den kommenden Tagen fortgeführt werden.

Dass der Abriss der alten Schule der dritte von vier Schritten zur Dorferneuerung ist, stellte Bürgermeister Jürgen Frantzen heraus. Erstmals hatte er 2010 bei der Einbringung des Haushalts die Dorfgestaltung in Müntz zum Thema gemacht, denn es wurde immer deutlicher, dass der örtliche Löschzug, der im Gebäude eine Unterkunft unterhielt, eine neue Bleibe braucht.

Die war gefunden, als mit dem Abriss des Altenheims die dortige Fläche frei wurde, der Löschzug Müntz im Dezember des vergangenen Jahres sein neues Domizil beziehen konnte. „Jetzt wird der Abriss vollendet, dann werden wir den Platz als vierten Schritt der Maßnahme in einen Ort der Begegnung für die Müntzer Bürger herrichten“, kündigte Frantzen an, der selbst nicht den Bagger in Gang setzte, sondern dem Ortsvorsteher den Vortritt ließ.

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