Mittelrheinliga: Je eine Halbzeit für die beiden Kontrahenten

Von: tm
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Rassige Zweikämpfe boten sich nicht nur Freialdenhovens Okan Dikenli (vorn) und Jan Winkler vom TSC Euskirchen. Foto: Kròl

Freialdenhoven. Es war die erwartet spannende und ausgeglichene Partie zwischen dem Tabellenführer und dem Dritten in der Fußball-Mittelrheinliga. Am Ende trennten sich Borussia Freialdenhoven und der TSC Euskirchen 1:1.

Die Gäste mit dem besten Sturm in der Liga machten schon Sekunden nach Anpfiff klar, woher diese Auszeichnung stammt. Beim ersten Angriff verstolperten gleich zwei Euskirchener vor den Füßen von Borussen-Torhüter Sascha Rodemers. Bereits da hätte sich kein Borusse beklagen dürfen. Die Gäste waren deutlich wacher, fixer auf den Beinen und zudem aggressiver.

„Der zweite Ball ist ein bisschen eine Schwäche bei uns“, gestand Abwehrspieler Christian Kreutzer, der zudem seinem Keeper ein großes Lob zollte. „Zwei-, dreimal hat er riesig gehalten und uns gerettet.“ In der sechsten Minute jedoch war nichts mehr zu retten, denn gegen den platzierten Schuss von Benny Hoose war Rodemers machtlos. Dabei wurde auch deutlich, warum Euskirchen im Angriff so gefährlich war. Denn die Gäste benötigten ein längeres Dribbling von Verteidiger Joannis Foukis und eine präzise Flanke, die der auffälligste Spieler an diesem Nachmittag direkt verwandelte.

„Das frühe Tor hat uns gar nicht ins Konzept gepasst“, gestand Freialdenhovens Trainer Wilfried Hannes hinterher. Bislang in der Saison musste Freialdenhoven kaum einem Rückstand hinterher laufen. Aber die Borussen kamen zurück in die Partie und bewiesen, dass auch sie gefährlich angreifen können. Das Foul an Ryo Suzuki im Strafraum geschah zwangsläufig, den fälligen Elfmeter verwandelte Gerard Sambou souverän.

Beide Teams standen wieder am Ausgangspunkt, denn ein Unentschieden kam für beide während der gesamten Spielzeit nicht in Betracht. Und in der Folge sahen die Zuschauer genau das Fußballspiel, das Trainer Hannes prognostiziert hatte: Der beste Angriff der Liga gegen die beste Verteidigung der Liga. Wobei beide Torhüter sehr viel Souveränität ausstrahlten.

„Die erste Halbzeit ging klar an Euskirchen“, stellte Hannes fest, „aber in der zweiten Hälfte hätten wir gewinnen können.“ Denn mit zunehmender Spieldauer kam Freialdenhoven zu den besseren Chancen. Pech für Sambou, der nur das Außennetz traf, Pech auch für Suzuki, dessen Kopfball gegen den Innenpfosten prallte, aber nicht ins Tor.

„Wir haben teilweise noch zu wenig Selbstvertrauen und wollen es dann besonders gut machen. Und wenn dann etwas nicht klappt, schalten wir ab und schauen zu Boden. So etwas nutzt Euskirchen gnadenlos.“

Die Analyse von Christian Kreutzer passte. Der Abwehrspieler zeigte sich nach seiner Rückkehr im Sommer zur Borussia erstaunt über den hohen Leistungsstand der Mannschaft. Inzwischen sei die Anfangseuphorie ein wenig abgeklungen. „Meine Entscheidung im Sommer zur Rückkehr nach Freialdenhoven war jedoch goldrichtig.“

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