Mittelrheinliga: Freialdenhoven gewinnt 2:1 gegen Alemannia II

Von: tm
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Torschütze Jerome Muckel (rotes Trikot) machte seinem Gegenspieler Nils Winter das Leben schwer. Foto: Mauer
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Freialdenhoven. Die weiße Weste von Borussia Freialdenhoven bekam einen Fleck. Dennoch waren Spieler, Trainer und Zuschauer froh, dass die Mannschaft 2:1 gegen die Gäste von Alemannia Aachen II gewonnen hat und damit auf Platz drei in der Tabelle geklettert ist.

Eigentlich hätten die Alemannen unter „Aachen 1,5“ firmieren müssen, denn immerhin sechs Profis aus der Regionalliga waren angereist, um Tore zu schießen und Punkte zu sammeln.

Beeindruckt haben diese jedoch allenfalls Schiedsrichter Martin Tietze und seine Linienrichter, die nicht immer einer Meinung waren und mit fragwürdigen Entscheidungen für unnötige Aufregung sorgten.

Die Borussia hingegen knüpfte an die Leistungen an, die sie im bisherigen Saisonverlauf gezeigt hatte. Mit frühem, schnellem Tackling kauften sie ihren Gegenspielern den Schneid ab. Die reagierten teilweise mit robustem Körpereinsatz; Mark Szymczewski und Okan Dikenli mussten einiges einstecken. „Wenn man so einen mitbekommt, brauche ich einen kurzen Moment, um den Schmerz zu überwinden“, gestand Dikenli hinterher. „So ist Fußball, ich kriege schon einige Tritte, aber das liegt auch an meinem Spiel.“ Sprach‘s und marschierte in Richtung Kabine, aus der es tönte: „Okan, erst duschen, dann Salbenverband.“

Bis dahin hatte Freialdenhoven, auch Meinung des Trainers, die Partie in der ersten Halbzeit eindeutig dominiert. Die Führung besorgte Jerome Muckel (15.) mit einem Solo über die rechte Seite, bei dem sein Verteidiger nicht Schritt halten konnte. Den zweiten Treffer markierte der erst kurz zuvor eingewechselte Philipp Simon (67.). Kurz zuvor hatte der ebenfalls gerade herein gekommene Pascal Schneider eine klare Torchance, an den Kopfball wäre Torhüter Philip Sprint nicht mehr heran gekommen.

Doch die Borussia leistete sich eben auch den Wermutstropfen und verlor in der 76. Minute ihre weiße Weste. Der Rückpass zur Ecke war nicht nötig, die Zugriff der Verteidigung stimmte einmal nicht, und schon hatte der ansonsten recht blasse Taku Ito keine Mühe, aus kurzer Distanz einzudrücken. „Sehr ärgerlich, wenn man bedenkt, wie das Tor zustande kam“, grummelte Torhüter Sascha Rodemers. „Aber als Torhüter musst du sowas sofort wegstecken und dich wieder konzentrieren.“ Mit zwei sehr guten Paraden setzte Rodemers dies erfolgreich um in der Schlussphase, als die Alemannia heftig auf den Ausgleich drängte. Aber zu dem Zeitpunkt stand die Borussen-Abwehr wieder sicher.

„Wir haben hochverdient gewonnen“, stellte ein zufriedener Trainer Hannes klar. „Wir hatten viel mehr Torchancen, haben mehr Einsatz gezeigt. Nur das billige Tor ärgert mich. Es war klar, dass unsere Serie irgendwann reißen würde. Aber bitte nicht auf so eine billige Art und Weise. Das tut schon weh“.

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