Mittelrheinliga: Fataler Fehler beschert den Gästen den Sieg

Von: tm
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Zwei Mittelfeldspieler im Duell: Freialdenhovens Alexandru Daescu (r.) gegen Oliver Lanwer. Foto: Kròl

Freialdenhoven. Mit einem ärgerlichen, weil unnötigen Ende verdarb sich Borussia Freialdenhoven in der Partie gegen den TV Herkenrath einen herrlichen Sonntagnachmittag. Denn als Schiedsrichter Peter Kapell 93 Minuten Spielzeit abpfiff, hatte Sekunden zuvor Norman Wermes mit seinem Treffer den 2:1-Sieg der Gäste markiert.

Die Gastgeber hatten sich den einen Punkt kurz vor dem Ziel noch entreißen lassen. Selten sah man Trainer Wilfried Hannes anschließend so fassungslos. Kein Wunder, denn das Tor hatte ausgerechnet Torhüter Ivica Ljubicic auch noch selbst besorgt. Ein langer Ball der Herkenrather zwang ihn zur Klärung vor dem eigenen Strafraum.

Doch anstatt den Ball irgendwohin ins Aus zu schießen, hielt er genau auf den entgegen stürmenden Yoschua Grazina. Von dem sprang die Kugel Wermes direkt vor die Füße, und Schwierigkeiten, das leere Tor zu treffen, hatte der nicht.

„Wir haben die erste Hälfte klar an Herkenrath abgegeben“, gab Hannes ohne Umschweife zu. Die Gäste setzten über weite Phasen die Borussia gehörig unter Druck. Dabei fiel auch die Führung, die ebenfalls ein Borusse, diesmal Mark Szymczewski, mit einem sehr leichtsinnigen Dribbling verursacht hatte. Allerdings setzte sich Torhüter Ljubicic in dieser Hälfte sehr positiv in Szene, als er mehrfach gegen anstürmende Herkenrather glänzend parierte.

Erst nach dem Seitenwechsel fand Freialdenhoven wieder zum eigenen Spiel. Der Zugriff in der Abwehr war kürzer und schneller, die Angriffsbemühungen der Gäste verpufften bereits im Mittelfeld. „Die zweite Hälfte gehörte uns“, stellte Hannes klar. Der Ausgleich durch Okan Dikenli (89.) war einerseits überfällig, andererseits genau das richtige Geschenk nach der langen Verletzungspause. Damit unterstrich der etatmäßige Verteidiger seinen Wert für die Borussia.

Es wurde aber auch der Wert von Philipp Simon deutlich, der für seine fünfte gelbe Karte pausieren musste. Sein Fehlen machte sich im Mittelfeld bemerkbar, weder Gerard Sambou noch Moritz Kraus zeigten die – mitunter auch sehr eigensinnige – Spielfreude eines Philipp Simon.

Immerhin nutzte Trainer Winnie Hannes diese Partie auch, um Akteuren von der Ersatzbank die Gelegenheit zu geben, sich und ihr Talent auf dem Rasen zu zeigen. Immerhin ist Borussia Freialdenhoven längst in die Phase der Vertragsverlängerungen eingetreten.

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