Güsten - Mittelalterspektakel im Kindergarten St. Walburga Güste

Mittelalterspektakel im Kindergarten St. Walburga Güste

Von: ptj
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Engagierte Eltern schenken dem St. Walburga-Kindergarten Güsten zum runden Geburtstag ein Mittelalterspektakel mit der Wikinger-Kampftruppe „Ragnaxök“. Foto: Jagodzinska

Güsten. Ein ansehnliches Mittelalterspektakel im dazugehörigem Zeltlager krönte das zehnjährige Bestehen des profinos-Kindergartens St. Walburga Güsten. Hintergrund ist die Tatsache, dass die Eltern eines Kindergartenkindes Mitglieder in der freien Wikinger-Kampftruppe „Ragnaxök“ (Armageddon) sind.

Mit ihren stumpfen und leicht biegsamen Eisenwaffen in allen Größen zeigte die Gruppe zur Begeisterung der vielen Besucher in voller Rüstung echten Turnierkampf – der Zuschauerbereich wurde abgesperrt.

Gekämpft wurde nach dem „Codex Belli“, ein Regelwerk, das dazu beiträgt, das Verletzungsrisiko so klein wie möglich und den Spaßfaktor so groß wie möglich zu halten. Der einleitende Wortgottesdienst zum Geburtstagsfest mit Gemeindereferentin Claudia Tüttenberg wurde bewusst kurz gehalten. Die Kindergartenkinder sangen den irischen Reisesegen und „Wir sind die Kleinen in den Gemeinden“, Eltern beteten die Fürbitten.

Thomas Pick, Geschäftsführer der Profinos GmbH in Schleiden, blickte im Anschluss auf die Grundsteinlegung und den Vertrag mit der Stadt Jülich im Jahre 2002 zurück. Eingeweiht wurde die zweigruppige Einrichtung im Oktober 2003.

Nun mehr laufen 39 Einrichtungen unter katholischer profinos-Trägerschaft, davon zehn in der Pfarreiengemeinde Heilig Geist Jülich. Der Träger mit dem Namen „Pro filiis nostris“ (für unsere Kinder) beschäftige über 400 Mitarbeiter, fast 2000 Kinder besuchen profinos-Kindergärten. Pick resümiert den Wandel der Kindergärten von der Verwahrungsanstalt zur Bildungseinrichtung.

Er betonte die gute Arbeit der pädagogischen Kräfte der noch jungen Einrichtung, die Unterstützung durch Eltern und Elternbeirat und wertschätzte die Betreuungsqualität von Kindergärten insgesamt.

Sein Wunsch für die Zukunft ist die gelingende U3-Betreuung. Die Grundlage für die Antragsstellung sowie die finanziellen Rahmenbedingungen seien in trockenen Tüchern. Ein weiteres Fest im nächsten Jahr nach dem U3-Umbau stellte der Geschäftsführer in Aussicht. Bedarf sei vorhanden.

In diese Kerbe schlug auch der Güstener Ortsvorsteher Erich Gussen. Als ehemaliges Kirchenvorstandsmitglied hatte er damals engagiert am Konstrukt des zweigruppigen Kindergartens mitgearbeitet.

„Viele Gespräche waren nötig“, das früher eingruppige „Spatzennest“ in der Kurve zum Johannesplatz in den zweigruppigen Kindergarten St. Walburga am Sandweg zu verwandeln. Grund und Boden gehören der Stadt Jülich, die auch die Kosten für die zweite Gruppe übernahm.

„Wir haben schon sehr früh eine U3-Betreuung gehabt“, betonte Gussen. Auf der Wunschliste stehen jetzt ein Ruhe- und ein Wickelraum für die Kleinsten.

Eingeweiht wurde auch das neue Mehrzweck-Sitzkarussell im Wert von 6000 Euro, das der Förderverein „Sandburg“ für den Außenbereich finanziert hat.

Mit einstudierten Tänzen in bunten Kostümen bereicherten die Kinder das Fest. Eltern, Großeltern und Dorfbewohner spendeten für die Cafeteria und engagierten sich im Ausschank und am Grill. Kindergarten und Besucher zeigten sich rundum zufrieden.

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