Jülich - Mittagessen für Jülicher Kinder kommt aus Neuss

Mittagessen für Jülicher Kinder kommt aus Neuss

Von: Volker Uerlings
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Der Run auf den Mittagstisch einschließlich Dessert ist ungebrochen und groß an den Jülicher Schulen und Kindergärten: Ab Januar werden die Speisen von einem neuen Anbieter geliefert. Foto: Uerlings

Jülich. 120.000 Mahlzeiten gibt es in Jülicher Schulen und Kindergärten pro Jahr: Die lokalen Firmen sind nach der Ausschreibung raus aus dem Geschäft. Die Warmhaltekost liefert nun ein Betrieb aus Neuss. Dass die Kinder wegen der Entfernung künftig Kaltspeisen kriegen, muss aber keiner befürchten.

Die wachsende Zahl an Mittagessen in Jülicher Schulen und Kindergärten sorgte vor einem guten halben Jahr für Diskussionen und diese Entscheidung: Die Kommunalpolitiker setzten mit Mehrheit durch, dass es bei der „Warmhaltekost“ bleibt, obschon nicht nur die Stadtverwaltung, sondern auch externe Berater den Umstieg auf Tiefkühlkost empfohlen hatten.  

Dadurch sollten vor allem Anbieter aus dem Jülicher Land – wie bisher – eine Chance erhalten und für besonders kurze Wege sorgen. Diese Rechnung ist nicht aufgegangen: Die lokalen Firmen sind nach der Ausschreibung raus aus dem Geschäft mit rund 120.000 Mahlzeiten im Jahr. Die Warmhaltekost liefert nun ein Betrieb aus Neuss.

Darüber informierte Dezernentin Katarina Esser den Fachausschuss in der jüngsten Sitzung. Es habe neun Interessenten gegeben, allerdings wurden nur drei Angebote im Rahmen der Ausschreibung mit europaweiter Bekanntmachung abgegeben. Damit alles mit rechten Dingen zugeht, wacht die zentrale Vergabestelle der Verwaltung über Ausschreibung und Angebote.

Eines der Angebote musste ausgeschlossen werden, weil es „inhaltlich und formal nicht den Anforderungen entsprach“, sagte Esser. Bei den beiden anderen Angeboten fehlten Unterlagen, die von der Vergabestelle nachgefordert wurden. Das habe aber nur ein Bewerber gemacht, der nun auch den Zuschlag erhalten hat: die Firma Michael Eberhardt Catering aus Neuss. Das Unternehmen hätte – wenn es zum Vergleich gekommen wäre – auch das wirtschaftlichste Angebot unterbreitet, so Esser.

Nun muss niemand befürchten, dass die Jülicher Kinder und Jugendlichen wegen der Entfernung zum Lieferantensitz künftig Kaltspeisen aufgetischt bekommen. Die Ausschreibungsanforderungen regeln sowohl Transportwege als auch Warmhaltezeiten. Und die Verwaltung kündigte an, ein Qualitätsmanagement einzurichten, um die Leistungen dauerhaft zu kontrollieren.

Der neue Lieferant soll ab dem 1. Januar 2016 bis Ende des übernächsten Schuljahres liefern.

Unterdessen muss die Politik noch im November entscheiden, ob den Eltern wie bislang nur der Einkaufspreis für das Essen berechnet wird. Personal-, Energie- und Reinigungskosten, die bei der Stadt entstehen, flossen bislang nicht in den Preis ein und wurden praktisch von der Stadt subventioniert. Das ist neu zu entscheiden.

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