Jülich - Mit wärmster Empfehlung: „Literatur der Euregio“

Mit wärmster Empfehlung: „Literatur der Euregio“

Von: brs
Letzte Aktualisierung:
14341328.jpg
Gruppenbild mit lauter Damen: Gudrun Kaschluhn (2.v.r.) im Kreise ihrer Kursteilnehmerinnen. Gemeinsam bestritt dieses Sextett mit Unterstützung von Lioba Horn (rechts) die sonntägliche Matinée. Foto: B. Sylvester

Jülich. „Schön, das ist wie in einem Literaturcafé hier“, zufrieden ließ Gudrun Kaschluhn den Blick über die gemütlich hergerichtete Ecke in der Jülicher Stadtbibliothek schweifen. Rund 20 Gäste waren der Einladung von Volkshochschule (VHS) und Stadtbücherei gefolgt und saßen nun gespannt wartend in eben jener Ecke, umgeben von nichts als Büchern.

„Literatur der Euregio“ lautete die Überschrift zur sonntäglichen Matinée in der Bücherei. Gemeinsam mit fünf Frauen aus ihren VHS-Literaturkursen stellte Bücherfachfrau Gudrun Kaschluhn neue, spannende, lesenswerte Literatur aus dem Dreiländereck rund um Jülich vor.

Mit dabei, quasi als Überraschungsgast, war eine junge Jülicherin: Lioba Horn, Schülerin der 10. Klasse am Gymnasium Zitadelle, hat ebenfalls ein Händchen für das geschriebene – und gesprochene – Wort. Mit ihrem kurzen, nichtsdestoweniger eindrucksvollen Text „Ein Name, neun Buchstaben“ hatte die Schülerin den Poetry Slam ihres Gymnasiums für sich entschieden. Zu Recht, befanden die Gäste der literarischen Matinée und belohnten ihren Vortrag, der sich in kurzen einprägsamen Sätzen mit dem Phänomen Instagram auseinandersetzt, mit viel Beifall.

„Unbedingt vormerken!“

„Literatur der Euregio“ war das Motto der Matinée – glücklicherweise, wie Gudrun Kaschluhn befand, denn so durfte auch „Good Morning, Mr. Mendelssohn“ auf die Liste der Buchvorstellungen. Autorin Rosemarie Marschner stammt aus Düsseldorf, lässt sich also noch unter euregionale Schriftsteller subsumieren. Ihre Biografie des Pianisten, Komponisten und Dirigenten Felix Mendelssohn-Bartholdy legte Gudrun Kaschluhn ihrem Auditorium wärmstens ans Herz: „Ein liebevoll und kenntnisreich geschriebenes Buch. Unbedingt vormerken!“

Nicht jede Kritik fiel derart begeistert aus, manchmal lautete das Urteil der Literaturkritikerinnen schlicht „nettes Buch“.

Auf der langen Liste von Buchvorstellungen standen bekannte wie neu entdeckte Autoren. Sie reichte von Margriet de Moorss Erzählung „Ein Glückstreffer“ und Cees Notebooms „Die Form des Zeichens, die Form der Stadt“ bis zu gleich drei Werken aus der Feder von David Foenkinos und Romains Puértolas‘ abenteuerlichem Titel „Die Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte“.

Zusammengestellt worden war diese Liste übrigens nicht etwa von Buchexpertin Gudrun Kaschluhn und ihren Literaturkursen. Sie ist vielmehr Ergebnis eines Wettbewerbs in der Euregio, bei dem Schülerinnen und Schüler den aus ihrer Sicht besten Titel auswählen sollten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert