Mit Theater für junge Leute eine Lücke schließen

Von: Antonius Wolters
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Präsentation der neuen Theaterreihe in der Schlosskapelle de Zitadelle mit (v.l.) Pedro Obiera, Christoph Klemens, Pia Pflugfelder und Schulleiterin Dr. Edith Körver. Foto: Wolters

Jülich. Dem modernen Lernen in der historischen Festung Zitadelle wird im kommenden Jahr mit der „Arts Education“ eine weitere Facette hinzugefügt, denn die Reihe Junges Theater ermöglicht die Auseinandersetzung mit professionell gemachter Kunst.

„Ein Loch klafft zwischen Grundschule und Oberstufe“, sagte Christoph Klemens vom Kulturbüro der Stadt Jülich in der Schlosskapelle der Zitadelle, wo die gemeinsame Reihe des Kulturbüros und des Gymnasiums Zitadelle präsentiert wurde, die genau diese Lücke schließen soll. Dass diese Kooperation von der Schulkonferenz abgesegnet worden ist, betonte bei dieser Gelegenheit Schulleiterin Dr. Edith Körver.

Ergänzung zum Theaterfestival

Das „Junge Theater“ sei eine willkommene Ergänzung des alljährlichen Theaterfestivals des Gymnasiums Zitadelle, sagte Pia Flugfelder, die sich neben Pedro Obiera federführend der Theaterpädagogik an der Schule widmet. Bei der Finanzierung des Projektes nutzen Kulturbüro und Gymnasium das Förderprogramm „Junges Theater“ des Kulturbüros NRW Gütersloh.

Zum Auftakt der Reihe am Ende des laufenden Schuljahres werden drei Stücke mit Bezug auf den Lehrplan für Unter-, Mittel- und Oberstufe angeboten, deren Aufführung jeweils von der kompletten Stufe besucht werden. Diese Theaterbesuche sollten auch „Interesse am eigenen Theaterspielen wecken“, sagte Pia Pflugfelder, die auf drei existierende Arbeitsgemeinschaften in diesem Bereich verwies, um junge Schüler so früh wie möglich heranzuführen. Das sei auch eine Facette der Mädchenförderung.

Überdies sind in der Oberstufe namentlich die aktuell vier Literaturkurse darum bemüht, im Rahmen des Theaterfestivals eigene Produktionen auf die Bühne zu bringen.

Aus logistischen Gründen hätte das Gymnasium für die drei Aufführungen des „Jungen Theaters“ zwar gerne das eigene Pädagogisches Zentrum genutzt, doch fehlt es dort an der benötigten Infrastruktur, beispielsweise dem Vorhang vor der Bühne. Deshalb werden alle Stücke in der benachbarten Stadthalle Jülich aufgeführt. „Theater endet nicht mit dem letzten Vorhang, sondern wirkt weiter. Theater für Jugendliche ist kein Kommerzartikel, sondern in erster Linie Kulturvermittlung mit künstlerischen Mitteln“, weckte Klemens weitere Vorfreude.

Drei „herausragende“ Produktionen aus dem Förderprogramm des Kultursekretariats sind ausgewählt worden, die sich mit einer Bandbreite an interessanten Themen beschäftigen, die Ernsthaftigkeit und Entertainment miteinander verbinden und aktuelle sowie für junge Menschen relevante Fragen behandeln.

So sollen junge Zuschauer Theater wieder als eine Kunstform erleben, die sie zu berühren, zu bewegen und zu begeistern vermag.

Interessierte Schulen und Klassen, die ebenfalls am Projekt partizipieren möchte, werden gebeten, sich im Jülicher Kulturbüro unter Telefon 02461/63284 zu melden.

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