Jülich - Mit Salz nur in Ausnahmefällen streuen

Mit Salz nur in Ausnahmefällen streuen

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Hier wird scharf gestreut: Der Einsatz von Salz ist in Ausnahmefällen erlaubt. Vor der Haustür sollten Granulat oder Sand verwendet werden. Foto: ddp

Jülich. Der Winter hat seine schönen, aber auch seine beschwerlichen Seiten. Eis und Schnee auf Fahrbahnen und Gehwegen gehören dazu. Damit die Menschen in Jülich nicht rutschen, stolpern und schleudern, ist der Winterdienst des städtischen Bauhofes permanent auf Achse - und hat einige Tipps parat.

Wer muss schaufeln? Im Rahmen der Straßenreinigungs- und Gebührensatzung übernimmt der Bauhof die Räumung von Schnee und Eis und den Streudienst auf allen öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen innerhalb geschlossener Ortslagen, ausgenommen der Bundes- und Landstraßen.

Die Räumung und Streuung der Geh- und Wohnwege ist dagegen die Sache der an die Straße angrenzenden Grundstückseigentümer bzw. Anlieger.

Unter Umständen können diese zudem dazu verpflichtet sein, mehr als nur den Gehweg vor ihrer Haustür selbst zu räumen, nämlich, wenn auch die Reinigungspflicht für die Straße auf die Anlieger übertragen wurde. Dann müssen diese neben den Gehwegen auch gefährliche Stellen der Fahrbahn und auf Fußgängerüberwegen räumen und streuen.

Winterdienst übertragen

Die Straßenreinigung und der Winterdienst ist für folgende Straßen auf die Bürger übertragen: Am Wasserwerk, Euskirchener Straße, Mariengartenstraße (neuer Teil ab Wendekreis), Neuburger Straße, Pfälzische Straße, Trierer Straße.

Nur der Winterdienst erfolgt in den Stadtteilen und in nachfolgend genannten Straßen durch die Stadt Jülich, sonstige Fahrbahnreinigungen erfolgen laut Bauhof durch die Anlieger: in den Stadtteilen Altenburg, Barmen, Bourheim, Broich, Daubenrath, Güsten, Kirchberg, Koslar, Mersch, Merzenhausen, Lich-Steinstraß, Pattern, Selgersdorf, Serrest, Stetternich und Welldorf sowie in den Straßen Alte Dürener Straße (ab Eschenweg bis Ende Bebauung), Amselweg (von Starenweg bis Römerstraße), An der Elle, Andreas-Poick-Straße, Bahnhofstr. (von Bahnhof in Richtung Güterbahnhof), Eschenweg (von Schweizer bis Alte Dürener Straße), Finkenweg, Friedrich-Lau-Straße, Heinrich-Mussmann-Straße, Helmholzstraße, Hermann-Barnikol-Straße, Im Langenbroich, Im Rurhof, Jungbluthstraße, Keltenstraße, Leo-Brandt-Straße, Marie-Juchacz-Straße, Marienhof, Peter-Koof-Straße, Rudolf-Schulten-Straße, Stetternicher Straße, Vogelsangstraße, Werner-Bloss-Straße.

Es können Bußgelder bis zu einer Höhe von 1000 Euro verhängt werden, wenn der Verpflichtung zur Räumung/Streuung nicht nachgekommen wird.

Wo wird gestreut und geräumt?

Innerhalb geschlossener Ortslagen übernimmt der Bauhof den Winterdienst und räumt verkehrswichtige Straßen, gefährliche Stellen auf Fahrbahnen sowie den Marktplatz.

Dabei geht der Bauhof nach Streuplänen vor: Die für den Individualverkehr und den öffentlichen Personen-Nahverkehr wichtigsten Straßen werden in der Reihenfolge der durch die Stadt Jülich festgelegte Dringlichkeit gestreut.

Den Haus- und Grundstückseigentümern obliegt nach der Straßenreinigungssatzung die Reinigungspflicht der Gehwege und somit auch der Winterdienst. Zu diesem gehören auch die als „gemeinsame Fuß- und Radwege” ausgeschilderten Gehwege.

Bis 1,50 Meter breit räumen

Anlieger räumen laut Bauhof den Gehweg vor ihrem Grundstück auf einer Breite zwischen 1 und 1,50 Meter. Ausnahme ist der verkehrsberuhigte Bereich in der Innenstadt. Hier müssen die Anlieger einen 2 Meter breiten Streifen entlang der Hausfront reinigen und im Winter räumen.

Wenn es glatt ist, muss anschließend gestreut werden. Bei Straßen ohne Bürgersteig muss am Rand der Fahrbahn ein Streifen von 1,00 bis 2,00 Metern geräumt und bei Bedarf gestreut werden.

Der Bauhof rät, darauf zu achten, dass auch die Abflüsse zur Kanalisation frei sind, damit das Schmelzwasser ungehindert abfließen kann.

Gestreut werden darf erst, wenn Schnee und Eis bereits mit einem Besen oder ähnlichem Gerät mechanisch geräumt wurden. Als Streugut sollte nur Sand, Granulat oder Asche verwendet werden.

Nur in Ausnahmefällen ist Streusalz zu verwenden: bei gefährlichen Gehwegstellen, z.B. auf Treppen, Passagen, Brückenauf- und -abgängen und steilen Gefällstrecken, bei außergewöhnlichen Wetterverhältnissen wie Eisregen und dabei auch nur, wenn Sand, Granulat oder Asche allein nicht ausreichen würden.

Nach dem Schmelzen des Eises und Schnees muss Streugut wieder beseitigt werden, da es sonst die Kanalisation verstopft. Wann und wie oft gestreut oder geräumt werden muss, hängt ganz von der Wetterlage und den Verkehrsverhältnissen ab.

In der Satzung über die Straßenreinigung heißt es: 1. In der Zeit von 7 bis 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte sind unverzüglich nach Beendigung des Schneefalls bzw. nach dem Entstehen der Glätte zu beseitigen; 2. Nach 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte sind werktags bis 7 Uhr, sonn- und feiertags bis 9 Uhr des folgenden Tages zu beseitigen.

Auskünfte erteilt das Ordnungsamt der Stadt unter 02461/63305 oder 63355. Auskünfte zum Winterdienst an städtischen Straßen unter 93640.
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