Mit „Mach ich!“ zur Schützenkaiserwürde

Von: jago
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Beim Daubenrather Schützenfest sorgte Schützenkaiser Georg Kappert in Begleitung seiner charmanten Kaiserin Antje dafür, dass die St. Stephanus- Schützenbruderschaft zum 95. Mal in Folge eine Majestät präsentieren konnte. Foto: Jagodzinska

Daubenrath. Als es bei der Daubenrather St. Stephanus-Schützenbruderschaft hieß „Antreten zum Königsschießen“, blieb die Zahl der Bewerber sehr überschaubar. Auch hier im 240-Seelen-Dorf fand die allgemeine Tendenz zur „Königsmüdigkeit“ eine Bestätigung.

Um so glücklicher darf man sich schätzen, wenn man über Mitglieder verfügt, die zur Stelle sind, wenn man sie braucht, die zupacken und sagen: „Mach ich!“ So fackelte in Daubenrath Vorjahreskönig Georg Kappert nicht lange und machte aus dem Königsschießen einen Solo-Wettbewerb.

Bei der Proklamation, mit der das Schützenfest eröffnet wurde, lobte Karl-Heinz Schilling, Geschäftsführer der St. Stephanus- Bruderschaft, das vorbildliche Engagement, durch das auch im 95. Jahr des Bestehens ohne Pause eine Majestät präsentiert werden kann, und stellte mit Stolz fest: „Hier sind echt gute Leute.“

Hatte Schilling im Vorjahr bei der Inthronisation betont, dass „wir mit Georg Kappert einen höchst motivierten und einsatzfreudigen Schützenbruder haben, der alles macht, wofür sich sonst niemand findet“, brauchte er diesmal lediglich den Majestätstitel zu ändern. Mit Antritt seiner dritten Amtszeit ist aus dem Schützenkönig des Jahres 2015/2016, der auch Träger des Silbernen Verdienstkreuzes des Bundes ist, der Schützenkaiser 2016/2017 geworden.

Nach der feierlichen Proklamation standen im festlich zurecht gemachten Schützenheim Ehrungen verdienter Mitglieder auf der Tagesordnung. Achim Nieter erhielt für seine 25-jährige Zugehörigkeit eine Ehrennadel aus den Händen des Schützenkaisers. „Du bist eine echte Bereicherung für diese Bruderschaft, und das meine ich ernst“, würdigte dieser das Engagement des Jubilars.

Mit einer Ehrenplakette der Daubenrather Bruderschaft wurde Franz-Josef Herkenrath ausgezeichnet, der auf stolze 60 Jahre Mitgliedschaft zurückblickt. Ihm galt das Lob: „Das ist schon eine echte Hausnummer, zumal du die Mitgliedschaft nicht einfach ausgesessen, sondern immer voll aktiv Einsatz gezeigt hast.“

Der Samstag stand ganz im Zeichen des „Großen Königs- und Schützenballs“, bei dem das Cover-Duo „Fun4You“ für Stimmung sorgte.

Nach dem Festumzug am Sonntag trafen sich Schützen und Mitbürger zum Hauptvogelschuss und dem anschließenden gemütlichen Beisammensein im Schützenheim mit Musikuntermalung der Kapelle Ellbachklänge.

Mit einem Abschlussgottesdienst am Montagmorgen fand das Schützenfest einen würdigen Ausklang. Beim Festkommers am Freitag konnte man aus den Reihen der Schützen diverse Stimmen vernehmen, die zusagten, im kommenden Jahr am Königsschießen teilzunehmen. Es besteht also große Hoffnung, dass Schützenkaiser Georg Kappert nicht erneut sagen muss „Mach ich“ und einen würdigen Nachfolger findet.

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