Linnich - Mit Generationswechsel zieht moderne Gastroskopie ein

Mit Generationswechsel zieht moderne Gastroskopie ein

Von: Otto Jonel
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Das Reich, in dem PD Dr. Christian Rabe (Mitte) herrschen wird, ist noch nicht ganz fertig. Mit Verwaltungschef Jann Habbinga (l.) und dem Ärztlichen Direktor Dr. Gerhard Mertes freut er sich aber schon auf die Eröffnung. Foto Jonel Foto: Jonel
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Linnich. Eine Eingewöhnungszeit braucht Dr. Christian Rabe definitiv nicht mehr. Der Oberarzt – Facharzt für Innere Medizin, Spezielle internistische Intensivmedizin, Gastroenterologie, Nephrologie – hat sich mit großzügig bemessenem Anlauf auf die Nachfolge von Dr Budisetijadi Lie als Chef der Endoskopie im Linnicher St. Josef-Krankenhaus vorbereiten können. Zum 1. Februar eingestellt, arbeitete er parallel mit Dr. Lie, den er schließlich am 1. November beerbte.

„Mit ihm vollzieht sich ein Generationswechsel“, sagt der Verwaltungschef des Hauses, Jann Habbinga. Mehr noch: Mit Dr. Christian Rabe halten neue technische Möglichkeiten Einzug in das zweite Krankenhaus der Caritas Trägergesellschaft West (ctw) im Nordkreis. Wie flächendeckend die Umwälzungen sein werden, wird sich spätestens Mitte Januar 2013 zeigen. Dann stellt das Krankenhaus seine neue Endoskopie vor. Eine komplett neue Einrichtung auf einer Ebene mit einem durchdachten Raumkonzept und mit neuer technischer Ausstattung. Dann greift die Idee vollends, die Dr. Rabes Einstellung voran ging. „Wir haben ganz bewusst einen Mann gesucht, der die moderne Gastroskopie abdeckt“, sagt der Ärztliche Direktor des Hauses, Dr. Gerhard Mertes.

Wunschkandidat

Und man hatte diesen Wunschkandidaten in dem 46-Jährigen schnell gefunden. „Es war sehr schnell erkennbar, dass wir sehr gut zusammenarbeiten können“, bestätigt Habbinga. Dieser Eindruck hat sich bereits buchstäblich bezahlt gemacht. Dr. Rabe hat seine Erfahrung bei der Umschau nach Gerätschaften mit dem Blick für wirtschaftliche Anschaffungen eingebracht.

Zu den Neuerungen im gesamten Spektrum der Gastroenterologie, Endoskopischen Diagnostik und Therapie, die Dr. Christian Rabe in Linnich einführen wird, zählt die Kapselendoskopie, von der er sagt: „Durch sie wird der weiße Fleck auf der Landkarte – der Dünndarm – für uns erfahrbar.“ Dabei ist die Technik gar nicht so spektakulär. Eine kleine Kapsel durchläuft den Dünndarm. Während dieser „Reise“ macht eine Minikamera Aufnahmen, die Dr. Rabe in der gerade eröffneten neuen Endoskopie im Jülicher Krankenhaus auswerten wird.

Neu ist auch der Bereich der Endosonografie, Ultraschalluntersuchung per Endoskop. „Der Vorteil ist, dass man ganz nah am Organ untersuchen und Veränderungen erkennen kann.“ Gallengänge und Bauspeicheldrüse lassen sich intensiver untersuchen. und in Verbindung mit einem neuen hochauflösenden Röntgengerät für den Gallengangsbereich sehr viel genauere Diagnosen stellen.

Über das Endoskop kann zudem punktiert und Gewebe entnommen werden. Mit Dr. Christian Rabe habe das Krankenhaus „den Fachmann, der dieses Gerät bedienen kann“, was, so der Verwaltungsche, einen wirtschaftlichen Aspekt beinhaltet: „Wir können nun Patienten versorgen, die wir früher abweisen mussten.“

Sicherung der Attraktivität

Dass sich das „kleine Krankenhaus Linnich“ mit moderner Technik und dem entsprechenden Know-how positioniert, sei wichtig, um Patienten zu gewinnen, betont Habbinga. Bei der Neuausrichtung der Endoskopie „war das gesamte Team eng in die Planung eingebunden“, erklärt Dr. Rabe. Das war allein schon notwendig, um die Abläufe einzuspielen. „Durch kurze Wege schaffen wir die Zeit, um die Schlagzahlen zu erhöhen.“ Insgesamt könnten mehr Behandlungstechniken angeboten werden. „Dadurch sichern wir unsere Attraktivität.“

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