Mit Freibier und Alaaf in die Session

Von: ptj
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„Das macht (nach Meinung von Lazarus-Präsident Heinrich Ningelgen) ne Bürjermeester aus“: Heinrich Stommel (l.) waltet bei der Sessionseröffnung seines Amtes. Foto: Jagodzinska
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Zahlreiche Zaungäste versammelten sich zur traditionellen Sessionseröffnung Jülicher Karnevalsgesellchaften auf dem Markt vor dem Alten Rathaus.. Foto: Jagodzinska

Jülich. Was niemand am Samstagmorgen bei grauem Himmel und Nieselregen gedacht hätte: Bei kurzzeitig trockener Witterung versammelten sich zahlreiche Besucher am Markt, um mit Freibier Sessionseröffnung zu feiern.

Nicht ganz zufrieden mit der Resonanz hatte sich Lazarus-Präsident Heinrich Ningelgen zuvor bei der Eröffnung am Lazarusbrunnen in der „Kleinen Kö“ gezeigt. In seinem traditionellen Klaaf bemerkte er augenzwinkernd: „Es sollte mal überdacht werden, dass das hier überdacht ist.“ Zudem ließ sich Ningelgen über die Erneuerung des Straßenpflasters vor dem Alten Rathaus aus, wo der „Kreis ‘ne Kreissaal will, weil kein Kreißsaal mehr im Krankenhaus ist“.

In Vertretung von Sparkassendirektor Uwe Willner schlug Jakob Braun das wie üblich von der Sparkasse spendierte 50-Liter-Fass an. Nicht mehr wegzudenken ist das begleitende Spiel der Blaskapelle St. Jakobus Warden, unter deren musikalischer Leitung die Karnevalsgesellschaften Ulk, Rurblümchen, Rursternchen und „Stopp dä Mutz“ mit der „Historischen Gesellschaft Lazarus Strohmanus“ und der Stadtgarde zur Bühne am Markt zogen, um dort erneut aufzuspielen.

Hier waltete Bürgermeister Heinrich Stommel seines Amtes und schlug mit geübter Hand das 50-Liter-Fässchen an, das die Stadt Jülich stets zu diesem Anlass spendiert. In Ermangelung eines geeigneten Holzhammers reichte Ningelgen dem ersten Bürger ein Stück Holzbalken. Gemeinsam mit Mitgliedern der Historischen Gesellschaft zapfte Stommel etliche Gläser Bier, verteilte sie unter den Gästen und mischte sich unters Volk.

Flotte Karnevalstänze zeigten die Tanzgruppen der Stadtgarde, die „Sweet Dancers“ und die „Bambini“ sowie die Solotänzerinnen Kamilla Kabulov und Sophie Maybaum. Weil zur selben Zeit so viele Schulen einen „Tag der offenen Tür“ anböten und dazu Tanzgarden verpflichtet hätten, seien diese laut Ningelgen diesmal bis auf eine dezimiert.

Dennoch hatten die Gäste umso mehr Spaß, desto mehr Bier floss. Gemeinsam mit allen Jecken aus dem Jülicher Land hoffte Stommel, dass die „fünfte Jahreszeit ihre Resonanz finden wird“. Er rief zur Pflege des Brauchtums und zum Besuch der Karnevalsveranstaltungen auf. „Und bringen Sie Freunde mit“, setzte der erste Bürger nach.

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