Mit „falschen Versprechungen“ in den Sonderschulzweckverband gelockt

Von: ahw
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Aldenhoven. Im zweiten Anlauf hat der Aldenhovener Gemeinderat außerplanmäßig insgesamt 181.500 Euro für Reparaturmaßnahmen in Freialdenhoven (Alte Schule), Siersdorf (Johannesschule) und Schleiden (Turnhalle) bereitgestellt.

Zuvor hatte CDU-Fraktionsvorsitzender Georg Krapp auf der jüngsten Sitzung des Rates angeregt, die Maßnahmen nochmals im Fachausschuss zu beraten und auch den fahrenden Ausschuss des Bauausschusses einzubinden, der sich im Verlauf der Arbeiten über den Stand der Dinge bei den betreffenden Objekten informieren sollte. Krapp möchte damit verhindern, dass die Gemeinde im Zuge der Arbeiten von unerwarteten Mehrkosten wie bei der Realschulsanierung überrollt wird.

Im einzelnen vorgesehen sind in dem Maßnahmenpaket die Erneuerung der Dachhaut der Alten Schule in Freialdenhoven (136.000 Euro) und die Isolierung der Kellerwände in der Siersdorfer Johannesschule (30.000 Euro) und der Turnhalle in Schleiden (15.500 Euro).

Welche Kostenreduzierungen?

Ein ebenfalls einstimmiges Plazet erhielten zwei überplanmäßige Ausgaben im Bereich Schulen: Mit gut 74.000 Euro wird der gemeindliche Haushalt zusätzlich nach Gründung des neuen Förderschulzweckverbandes durch die Finanzierung der Schirmerschule belastet. In diesem Zusammenhang monierte FWG-Fraktionsvorsitzender Dieter Froning die bis dahin fehlende Aussage des Kreises Düren, welche Kostenreduzierungen sich durch den neuen Zweckverband für die angeschlossenen Kommunen ergeben, die „mit falschen Versprechungen in den Verband gelockt“ worden seien. Froning bat Bürgermeister Claßen, den Unmut der Gemeinde beim Kreis vorzubringen und darauf zu drängen, dass in Sachen Kostenreduzierung endlich eine konkrete Zahl genannt wird.

„Das war auch unser Statement“, unterstützten die Kollegen Udo Wassenhoven (SPD), der ebenfalls Einsparungen erwartet, und Georg Krapp (CDU), der Froning die Solidarität seiner Fraktion zusicherte, die Aussagen des FWG-Chefs voll und ganz. Bürgermeister Ralf Claßen sagte zu, dass er den Entwurf des Kreishaushaltes diesbezüglich durchforsten und die Fraktionen anschließend umfassend informieren werde.

Bei der Aufstellung des Landesentwicklungsplanes Nordrhein-Westfalen (LEP NRW) wird auch Aldenhoven eine Stellungnahme zum Planentwurf abverlangt. Der LEP-Entwurf wird die Ratsgremien weiter beschäftigen, denn der Rat beauftragte einstimmig die Verwaltung, in Abstimmung mit dem Kreis, der Indeland GmbH und der IRR fristgerecht eine Stellungnahme abzustimmen, die auch dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt wird.

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