Mit Experimento Naturwissenschaften lebensnah vermitteln

Von: Kr.
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Die ersten Lehrer und Lehrerinnen haben ihre Schulung zu Experimento 8+ im Science College Barmen durchlaufen. Foto: Kròl

Barmen. Die große Kunststoffkiste enthält vom Propeller über Kabel mit Krokodilklemmen bis hin zum Elektromotor alle Materialien, die zum Experimentieren benötigt werden. Damit sollen Lehrer Naturwissenschaften lebensnah vermitteln. Gepackt hat diese Kiste die Siemens-Stiftung, um in Grund- und Förderschulen experimentellen Unterricht zu gestalten.

Doch die Münchener Stiftung tut noch mehr, um mit dem Programm Experimento 8+ arbeiten zu können. Im vergangenen Jahr haben Anja Groth, Lehrerin am Gymnasium Haus Overbach, und Andre Tribbels vom Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung in Jülich, gemeinsam mit sechs weiteren Lehrkräften in Würzburg die Schulung zu Multiplikatoren durchlaufen.

Schulung der Lehrer

Und Haus Overbach wurde zu einem von fünf Experimento-Zentren in Deutschland. Hier finden nun fortan die Schulungen für Lehrer aus der Region statt. Die Zentren sind Schulen, die gemeinsam mit den Vereinen MNU (Deutscher Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts) und MINT-EC (Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen), Kooperationspartner der Siemens Stiftung, ausgewählt worden sind.

Die ersten 16 Teilnehmer aus acht Schulen der Region fanden sich im Science College des Hauses Overbach ein. Da damit der Startschuss für Experimento 8+ in NRW gegeben wurde, weilte auch Werner Busch als Vertreter der Siemens-Stiftung unter den Gästen.

Er stellte zunächst einmal die Stiftung vor und ging dann noch einmal auf Experimento 8+ ein, dass auf Experimento 4+ aufbaut, ein Programm speziell für Kindertagesstätten.

An Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren richtete sich das neue Programm und darüber hinaus wurde noch Experimento 10+ entwickelt für Schüler bis zu 18 Jahren.

Bewusst wurde dabei mit Altersangaben und nicht mit Jahrgangsbezeichnungen gearbeitet, denn die Stiftung bietet dieses Programm außerdem in Südamerika und Südafrika an. Irgendwann soll es sogar weltweit zur Verfügung stehen und selbstverständlich wird ständig daran gearbeitet, um aus den Erfahrungen zu lernen und die Kisten noch zu verbessern.

Schon jetzt aber fand Experimento 8+ bei den Lehrern große Zustimmung. Natürlich hoffen Anja Groth und Andre Tribbels darauf, bald die nächste Gruppe Lehrer begrüßen zu können.

Materialien zum Experimentieren, Anleitungen und anwendungsorientierte Schulungen für die Lehrkräfte: Dies sind die drei Kernelemente von Experimento. Inhaltlich dreht sich bei Experimento alles um die Themen Energie, Umwelt und Gesundheit. Sie spiegeln globale Herausforderungen wider wie z. B. den Treibhauseffekt, erneuerbare Energien oder Trinkwassergewinnung.

Die Stiftung will nicht zuletzt auch einen Beitrag zur Verbesserung der Berufschancen von Jugendlichen leisten. Denn eine fundierte naturwissenschaftliche Bildung ist weltweit ein Hebel für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung eines Landes und für seine Zukunftsfähigkeit.

Die Siemens-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung des Elektro-Multis Siemens. Sie wurde 2008 im Rahmen eines Konzernumbaus durch den inzwischen abgelösten Vorstandsvorsitzenden Peter Löscher gestartet, um das gesellschaftliche Engagement des Unternehmens zu bündeln. Sie ist mit einem Stiftungskapital von 390 Millionen Euro ausgestattet. Geleitet wird sie von Dr. Nathalie von Siemens, eine studierte Philosophin. Weitere Informationen gibt es unter www.siemens-stiftung.org/experimento.

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