Aldenhoven - Mit Edgar Allan Poe am Kamin

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Mit Edgar Allan Poe am Kamin

Von: gre
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Der amerikanische Schriftstel
Der amerikanische Schriftsteller Edgar Allan Poe und sein Werk waren Gegenstand des Lyrik-Abends mit Charles Cervigne (2.v.r.). Foto Greven Foto: Greven

Aldenhoven. Einen seltenen Gast hatte der evangilische Pfarrer Charles Cervigne zu seinem Lyrik-Abend eingeladen, den amerikanischen Schriftsteller Edgar Allan Poe, dessen Werke zu dessen Lebzeiten (1809 - 1849) weniger geschätzt waren, nun aber eine Renaissance erleben.

Poe war zwar zu seiner Zeit nicht unumstritten, dennoch sehr erfolgreich. Am Ende seines relativ kurzen Lebens war er verarmt - wie so mancher Künstler. Cervigne hatte sich vorgenommen, den Schriftsteller, der für seine Literatur-Veröffentlichungen den damals üblichen Weg über die Zeitschriften gewählt hatte, in zwei Lyrik-Lesungen vorzustellen.

Auf der Suche

Es zwar ein kleiner Kreis, der sich an diesem Abend im gemütlichen Kaminzimmer des evangelischen Pfarrheimes bei einer Flasche Rotwein zusammen gefunden hatte, um zu E.A. Poe zu finden. Cervigne hatte sich nicht nur mit dem Werk befasst, sondern ebenfalls eingehend mit der Biografie des Autors. Poe war elternlos in Philadelphia aufgewachsen und war zeitlebens auf der Suche nach einer Bezugsperson. Seine Suche mündete darin, dass er 34-jährig eine 14-Jährige heiratete. Seine Gedankengänge waren wirr, grenzten zuletzt an Wahnsinn.

Der Rabe

Die finsteren, dunklen Gedanken des Schriftstellers kamen ganz besonders in seinem bekanntesten Gedicht „Der Rabe” zum Ausdruck, ein Werk, das Amerika damals berühmt gemacht hat. Cervigne, der das Gedicht vorlas, welches dann im Anschluss gemeinsam interpretiert wurde, erinnerte daran, dass die Traurigkeit und der Pessimismus, der in de Zeilen zum Ausdruck kommt, der damaligen Geisteshaltung zu Beginn der Industrialisierung entsprach.

Anders war Poes Werk „Das Fass Amontillado” zu sehen, ein Krimi der makabren Art. Es sollte der perfekte Mord sein auf der Basis einer verdeckten Rachsucht, ein Mordfall zwischen zwei Personen der „guten Gesellschaft”. Poe hatte es verstanden, die Bluttat leicht humoristisch zu verbrämen, so dass dieser lyrisch-schwermütige Abend mit einem leichten Schmunzeln endete.
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