Nordeifel - Mit den Fichtenwäldern könnte die Haubenmeise verschwinden

Mit den Fichtenwäldern könnte die Haubenmeise verschwinden

Von: gük
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Nordeifel. Meisen, Kleiber und Baumläufer sind grundsätzlich Waldvögel und auch in unserer Heimat in allen Waldtypen anzutreffen. Sie brüten in Höhlen verschiedener Arten und nehmen deshalb auch Nistkästen, die wir Menschen im Garten oder im Wald aufhängen, gerne als Brutraum an.

Sieben verschiedene Meisenarten sind bei uns heimisch: Kohl-, Blau-, Sumpf-, Weiden-, Tannen-, Hauben- und Schwanzmeisen, wobei die letzteren eigentlich nicht zu den richtigen Meisen zählen.

Die häufigste Meisenart war und ist die Kohlmeise, gefolgt von der Blaumeise. Seltener sind dagegen Sumpf- und Weidenmeisen, wobei das Vorkommen der Weidenmeise, die übrigens für ungeübte Vogelkundler kaum voneinander zu unterscheiden sind, sich auf die Hochlagen unserer Region erstreckt.

Sumpfmeisen kann man im Winter auch am Futterhäuschenbeobachten, während Weidenmeisen dort nicht zu beobachten sind. Tannen- und Haubenmeisen sind grundsätzlich an Nadelgehölze gebunden, während sie natürlich im Winter auch in Laubwäldern auf Nahrungssuche gehen.

Da die Forstwirtschaft versucht, die Fichtenwälder zurückzudrängen und durch Laubgehölze zu ersetzen, dürften diese beiden Vogelarten in weiterer Zukunft einige Probleme dabei haben, für ihre Bedürfnisse angemessene Lebensräume zu finden. Aber in den vergangenen Jahrzehnten konnten noch keine Bestandsrückgänge festgestellt werden.

Kleiber waren und sind häufige Brutvögel in unseren Wäldern und kommen im Winter auch in den waldnahen Siedlungen an die Futterhäuser.

In unserer Heimat leben zwei Arten von Goldhähnchen: das Winter- und das Sommergoldhähnchen. Letzteres ist nur während der Brutzeit anwesend.

Bei diesen Waldvögeln, die mehr oder weniger auf Nadelbäume angewiesen sind, sind in den letzten 40 Jahren keine Veränderungen in den Beständen festgestellt worden.
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