Miroslaw Broda: Neuer TTC-Trainer ist in Jülich ein alter Bekannter

Von: Antonius Wolters
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Der neue TTC-Trainer ist ein alter Bekannter: Miroslav Broda (l.) setzte mit Manager Arnold Beginn gestern im Vereinsheim seine Unterschrift unter den Vertrag. Foto: Wolters

Jülich. Zu einem „äußerst seltenen Termin“ hatte Tischtennis-Zeitligist TTC Indeland Jülich am Mittwoch eingeladen, denn Ehrenpräsident und Manager Arnold Beginn hat in 40 Jahren erst eine Hand voll Übungsleiter verpflichtet.

Der neue, den Beginn am Mittwoch als Nachfolger von Cheftrainer Johannes Dimmig präsentierte, der künftig vollzeit als Verbandstrainer beim Westdeutschen Tischtennisverband wirkt, ist in Jülich ein alter Bekannter: Miroslav Broda spielte mit seinem Zwillingsbruder Vladislav von 1993 bis 1996 in der Bundesliga für die Herzogstädter.

Zudem hat sich der 49-Jährige längst als Trainer beim Aufbau der Jugendabteilung des TTC engagiert und hat hier auch Erfolge vorzuweisen. Mit den Schülern wurde er Deutscher Meister. Aktuell spielen die 1. und 2. Jungen erfolgreich in der Verbandsliga, der höchsten Klasse im Nachwuchsbereich.

Aus eigener Anschauung weiß Broda, der in Koslar ein Haus gebaut hat, dass der Traditionsverein über exzellente Talente verfügt, die auch das Zeug haben, einmal Bundes- oder 2. Bundesliga zu spielen. Als Beispiele nennt der Coach Robert Pal („ist reif für die 1. Bundesliga“), der bedauerlicherweise gerade eine Pause eingelegt habe.

Zu den vielversprechenden Nachwuchsleuten zählt auch Brodas 13-jähriger Sohn Jan. Der spielt bei den 2. Jungen und bevorzugt den selten gewordenen Penholder-Stil.

Miro Broda, der über die Trainer A-Lizenz verfügt und damit auch in der Tischtennis-Bundesliga tätig sein darf, gehört nach Worten des Managers zudem zu den „am besten vernetzten Leute“ in der Tischtennis-Szene, denn hauptberuflich ist er als Repräsentant des schwedischen Ausrüsters Stiga, der mit jetzt 70 Jahren ältesten Tischtennis-Marke der Welt, in ganz Deutschland unterwegs und auch bei großen Turnieren präsent.

Natürlich hat Manager Arnold Beginn mit Miro Broda die Besetzung der Mannschaft für die neue Saison in der eingleisigen 2. Bundesliga abgestimmt. Ursprünglich waren die Verhandlungen bereits abgeschlossen, aber am Wochenende sind die Planungen umgeworfen worden.

Am Sonntag unterschrieb Jülichs Nr. 1, der Rumäne Hunor Szöcs, einen Vertrag für die neue Spielzeit, den er bereits am Montag wider aufgelöst hat, da ihm Angebote von Vereinen aus dem Tabellenkeller des Tischtennis-Oberhauses vorliegen. Das gibt dem Manager die Gelegenheit, den Abgang des starken Japaners, Publikumslieblings und Doppelspezialisten Yoshihiro Ozawa zu überdenken, der sich enorm verbessert habe und jetzt wohl noch eine weitere Saison für Jülich spielt.

Fragezeichen hinter Lauric

Ungeklärt ist auch das weitere Schicksal des Belgiers Lauric Jean, der nach mehrjährigem Gastspiel in der Herzogstadt seit der laufenden Saison beim TTC Ruhrstadt Herne noch unter Vertrag steht. Mit seiner Abmeldung zögert er aber noch, so lange er ausstehende Gelder nicht erhalten hat.

„Zu 51 Prozent wird er kommen“, ist Jülichs Manager zwar weiter interessiert, aber nicht um jeden Preis, denn ohnehin muss der Zweitligist in der künftig eingleisigen Spielklasse seinen Jahresetat anheben. Das sei alles „solide finanziert“, verspricht das Manager-Urgestein, das die Vereinsmitglieder gleichzeitig beruhigt: Durch eine Kapitalgesellschaft als Vorschaltgesellschaft, die unter anderem die Verträge mit den Spielern abschließt, sei der Hauptverein aus dem Risiko und somit auch nicht gefährdet durch das Agieren der Zweitliga-Mannschaft.

Außer Hermann Mühlbach, der gerade im oberen Paarkreuz eine tolle Saison spielt, wechselt für die nächste Spielzeit der 20-jährige niederländische Nationalspieler Ewoud Oostwouder an die Rur. Und wenn bei der Besetzung der Mannschaft alle Stricke reißen, hat Beginn immer noch Trinko Keen in der Hinterhand, der zuletzt in der Bundesliga mit einem Sieg gegen Nationalspieler Christian Süß von Borussia Düsseldorf aufhorchen ließ.

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