Mirjana Stein-Asic stellt neuere Arbeiten aus

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Herzlich hieß Anja Schlader (links) im Namen der Familie die Künstlerin Mirjana Stein-Arsic und Kunsthistoriker Dr. Josef Gülpers willkommen. Foto: Kròl

Koslar. „Es ist für mich emotional sehr bewegend, und es hat mich sehr gefreut, dass die Familie Schlader mich gebeten hat, noch einmal hier auszustellen“, erklärte Mirjana Stein-Arsic bei der Vernissage zu ihrer Ausstellung „Augenblicke“ im Koslarer De Nickel-Schuppen.

Und so präsentierte sie dann auch überwiegend neue Arbeiten, in denen sie ihrer Experimentierfreude und ihrem Improvisationstalent freien Lauf ließ. Neben ihren Farben, die sie immer auf der Leinwand mischt, verwendete sie auch Metallfolie, die ihren Bildern einen collagenartigen Charakter verleiht. Sie arbeitet überwiegend abstrakt, doch häufig sind angedeutet Landschaften und Gebäude zu erkennen. Neben Formen und Farben sind es die Linien, die Mirjana Stein-Arsic wichtig sind und denen sie eine Hauptrolle einräumt.

eben der Malerei ist ein bevorzugtes Arbeitsgebiet der Künstlerin die Grafik und ganz besonders Radierungen. Seit einiger Zeit beschäftigt sie sich mit einer wenig bekannten Technik, Chine Collè. Bei diesem Druckverfahren trägt sie neben der Tinte auch farbiges Papier, meist aus Zeitungen ausgeschnitten, auf, dass dann auf ihrem Trägerpapier aufgepresst wird.

„Aus naturnahen Formen und Strukturen entwickeln sich kraftvolle Kompositionen, oft vermeint man angedeutet Figuratives zu erkennen. Zumeist glaubt man sich an Unterwasserwelten, Felsformationen, Landschaften oder Stadtansichten aus der Vogelperspektive erinnert“, erklärte der Kunsthistoriker Dr. Josef Gülpers, der die Künstlerin und ihre Arbeit vorstellte. Dabei, so erklärte er auch, strahlen die Arbeiten von Mirjana Stein-Arsic trotz aller Dynamik und Kraft eine große Ruhe aus. „Ihre Arbeiten leben von ihrer Spontanität“, erklärte er und bezeichnete sie als eine Mischung aus Improvisation, Impression und Komposition.

Zuvor hatte Gastgeberin Anja Schlader im Namen der Familie die zahlreichen Gäste begrüßt und die Künstlerin kurz vorgestellt. Mirjana Stein-Arsic wurde 1943 in Belgrad geboren und entdeckte schon als Kind ihre Liebe zur Malerei. Sie studierte in Belgrad Physik und kam 1969 an das Forschungszentrum nach Jülich. Familie und Beruf ließen nicht mehr viel Zeit zur Malerei, doch durch eine Bekannte kam sie als Gasthörerin zu Professor Sackenheim an die Düsseldorfer Kunstakademie und hat sich seither ständig weitergebildet. Mirjana Stein-Arsic ist Mitglied im Jülicher Kunstverein und im Förderverein Kulturschaffender Frauen in der Euregio Maas-Rhein „Dreieck“. Kr.

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