Ministerium bewilligt Millionen für Projekte an der FH Jülich

Von: hfs.
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Freuen sich über geförderte, erfolgreiche Forschungsarbeit an der FH Aachen, Campus Jülich: Bernhard Hoffschmidt, Holger Heuermann, Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel, FH-Rektor Marcus Baumm, Bernhard Döring und Michael Schöning. Foto: hfs.

Jülich. Landläufig ist mit den Monaten September und Oktober die Erntezeit verbunden. Geerntet, wenn man so will, wird auch bei der Fachhochschule Aachen, Abteilung Jülich. Dort erhielten aus Händen von Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel gleich fünf Wissenschaftler Zuwendungsbescheide in Höhe von insgesamt 1,7 Millionen Euro für ihre Projekte.

Forschung und Lehre verbinden

„Eine erfolgreiche Lehre kann man nur noch machen, wenn man auch in der Forschung engagiert ist“, sagte FH-Rektor Marcus Baumann zur Einführung der kleinen Feierstunde auf dem Solar-Campus in Jülich. Er, Fachmann für Biotechnologie, untermauerte diesen Satz gleich mit einer bemerkenswerten Zahl. „In meinem Fachgebiet verdoppelt sich in zehn Jahren das Wissen“, hob Baumann hervor, dass eine Fachhochschule nur erfolgreich sein könne, „wenn sie Lehre und Forschung in engem Zusammenhang sieht.“

Dass dies geschieht, hob Thomas Rachel hervor, bezeichnete er die FH Aachen doch als eine „der leistungsstärksten Fachhochschulen in Deutschland“. Mit rund 11.000 Studierenden gehöre sie zu den zehn größten in der Bundesrepublik. „Und sie steht an der Spitze, wenn es ums Einwerbung von Drittmitteln für Forschungsprojekte geht“, sagte der Abgeordnete aus Düren.

Er erinnerte in diesem Zusammenhang an das vom Forschungsministerium aufgelegte Programm „Angewandte Forschung an Fachhochschulen im Verbund mit der Wirtschaft“, das im Bund das einzige ausnahmslos auf Fachhochschulen zielende Förderprogramm sei, für das von 2006 bis 2012 für insgesamt 1100 Projekte insgesamt 258 Millionen Euro bewilligt wurden. Mit dem Programm „Forschung an Fachhochschulen“ wurden die Mittel auf jetzt 41,5 Millionen Euro angehoben.

Davon schöpfte die FH Aachen einen beträchtlichen Teil ab. Seit 2006 wurden nämlich 48 ihrer Forschungsprojekte mit 12,1 Millionen Euro gefördert. „Davon entfallen auf den Campus Jülich 26 Arbeiten mit einem Fördervolumen von über 6,7 Millionen Euro“, gratulierte Rachel. „Angesichts der noch recht jungen Geschichte dieses Campus‘ ist dies umso bemerkenswerter.“ In die jetzige Förderrunde fallen auch die fünf Projekte, für die der Politiker eine Bewilligungssumme von insgesamt 1,7 Millionen Euro mitbrachte. „Wieder sind davon vier von Jülicher Wissenschaftlern“, merkte Rachel an, der erwähnte, dass sein Ministerium auch mit einer gezielten Ausrichtung der Förderlinie „Ingenieur-Nachwuchs“ auf die kooperative Promotion einen Schwerpunkt gesetzt habe.

Mikrowellen-Skalpell

Förderbescheide überreichte er anschließend an die Jülicher Professoren Bernd Döring, Michael Schöning, Gert Breitbach und Bernhard Hoffschmidt. Aus Aachen durfte sich Professor Holger Heuermann über knapp 324 000 Euro freuen, die er in die Produktion eines Mikroplasmastrahlers steckt, der als Mikrowellen-Skalpell genutzt werden soll. Sein Projekt fällt unter die kooperative Promotion, in seinem Fall mit der Uni Karlsruhe. Michael Schöning – die Promotion läuft an der Philipps-Uni Marburg – beschäftigt sich mit einem Online-Messsystem der Packstoffsterilisation in aseptischen Abfüllprozessen.

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