Minister am Tisch der Kita „Steppke”

Von: ptj
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„Der erste Schritt mit Kibiz ist uns gelungen”: Das sagt der Leiter der integrativen Kita „Steppke”, Wilhelm Beckers, als Integrationsminister Armin Laschet (r.) zu Besuch ist, an seiner Seite MdL Josef Wirtz (Mitte) und der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen. Foto: Jagodzinska

Hasselsweiler. „Der erste Schritt mit Kibiz ist uns gelungen”, sagte Wilhelm Beckers, Leiter der integrativen Kindertagesstätte „Steppke”. Vor zehn Jahren strukturierte sich die ursprünglich rein heilpädagogische Einrichtung mit der Aufnahme nicht behinderter Kinder in eine integrative Einrichtung um.

Die heilpädagogische Gruppe besteht aus zehn Kindern mit einem hohen pädagogischen Förderbedarf, die integrative Regelgruppe verfügt über 15 Kinder, fünf davon weisen einen besonderen Förderbedarf auf. Träger ist der „Verein zur Förderung und Betreuung behinderter Kinder”, zwölf Mitarbeiter sind in der Tagesstätte beschäftigt.

„Steppke” zählt zu der Auswahl der „besonderen” Kitas unter den 9400 in NRW, die Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration, besuchte. Laschet, in Begleitung von MdL Josef Wirtz, dem Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen und Ortsvorsteher Robert Holzportz, wollte sich von der Erreichbarkeit seines Zieles überzeugen - der „ganz frühen Förderung”. Er betonte die landesweit steigenden Zahlen behinderter Kinder in Kitas mit immer längeren Buchungszeiten, immer mehr davon unter drei Jahren.

Als „große Aufgabe, vor der wir stehen” nannte er den Ausbau der U3-Plätze, der im demografischen Wandel die Tageseinrichtungen stabilisiere. In fünf Jahren sei die Zahl der U3-Plätze um 8200 auf 90.000 angestiegen. 9800 neue Erzieherinnen seien eingestellt, 440 Millionen Euro seit 2007 ins Personal gesteckt worden. „Wenn wir 2013 den Rechtsanspruch auf einen Platz erreichen wollen, müssen wir nochmal so viel investieren”, betonte Laschet.

Auch „Steppke” setzt auf ein (integratives) U3-Angebot und folgt damit einem Modellversuch des Landschaftsverbands Rheinland, einem seiner Kostenträger. Ab dem Sommer werden vier U3- Plätze angeboten. Erforderliche Umbaumaßnahmen gliedern sich in zwei Stufen: Zur Schaffung eines Ruheraumes für die U3-Gruppe wird der Gruppenraum zunächst durch eine Trennwand geteilt, Pflegebereich und Toiletten saniert und ersterer mit einem Türdurchbruch versehen. In Phase zwei wird ein zusätzlicher Raum angebaut.

Wertvolle Unterstützung leistet die Gemeinde Titz mit der Erhöhung ihrer Trägerpauschale auf 8000 Euro. Als gewünschte Nachbesserungen zum Kibiz nannte Beckers die Erhöhung der Pauschalen zur Deckung erhöhter Personal-, Sach- und Betriebskosten.

Trend zur „Großeinrichtung”

Für kleine Träger seien häufige Renovierungsmaßnahmen bei gesunkenem Spendenaufkommen nicht finanzierbar. Kibiz unterstütze den Trend zur „Großeinrichtung”, da mit knapperen Mitteln qualifiziertes und erfahrenes Personal in kleinen Einrichtungen nicht dauerhaft zu halten sei. Zusätzliche Förder- und Therapieangebote müssten bezuschusst, der Mehraufwand bei der Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf stärker berücksichtigt werden. In der U3-Betreuung sei ein besserer Mitarbeiterschlüssel notwendig. Kibiz habe den verwaltungstechnischen Aufwand erhöht, ohne entsprechenden Ausgleich zu schaffen, also müsse Bürokratie abgebaut werden.
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