Minerva-Preis geht an „einmalige Einrichtung“ Haus Overbach

Von: hfs.
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Professor Wolfgang Marquardt (2.v.r.) zeichnete die Overbacher Verantwortlichen mit dem Minerva-Preis aus. Foto: hfs.

Jülich. „Es gibt meines Wissen nach keine Schule in Deutschland, die hinsichtlich ihres Bildungsangebots so breit aufgestellt ist wie Haus Overbach. Diese Schule ist einmalig“, sagte NRW-Staatssekretär Ludwig Hecke als Laudator in Jülich. Er gratulierte dem Barmener Gymnasium auch im Namen der verhinderten Schulministerin Sylvia Löhrmann, das am Dienstag mit dem Minerva-Preis 2016 ausgezeichnet wurde.

Die Verleihung erfolgte vor zahlreichen Ehrengästen in der Schlosskapelle der Zitadelle, wo seit 1994 alle zwei Jahre der Förderverein Museum Jülich Menschen oder Institutionen auszeichnet, die sich im Spannungsfeld von Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft der Region Jülich große Verdienste erworben haben.

Der Minerva-Preis wurde vom damaligen Vorstandsvorsitzenden des Forschungszentrums Jülich, Prof. Joachim Treusch, aus der Taufe gehoben. Namensgeberin ist eine römische Göttin, von der kleine Statue im Raum Jülich gefunden wurde. Sie galt als Göttin der Weisheit, der Kunst und Hüterin des Wissens.

„Der Förderverein Museum Jülich verleiht den begehrten Minerva-Preis 2016 der Einrichtung Haus Overbach. Wir ehren damit insbesondere die Verdienste der Oblaten des heiligen Franz von Sales für den Ausbau und Erhalt dieser erfolgreichen Bildungseinrichtung, die sich besonders in der Vermittlung von naturwissenschaftlichen Kenntnissen, der Förderung musikalischer Fähigkeiten und der Einrichtung des Science College auszeichnet. Ebenso würdigt der Förderverein das große Engagement der Schulleitung und Lehrer, der Schüler und Eltern, der Freunde und Förderer, das wesentlich zum Gelingen dieser Bildungseinrichtung beigetragen hat“, erklärte Professor Wolfgang Marquardt als Vorsitzender des Fördervereins beim Festakt.

Wurden in der Vergangenheit Persönlichkeiten wie Ex-Bundespräsident Johannes Rau oder zum Beispiel Nobelpreisträger Dr. Peter Grünberg mit dem Preis geehrt, ist es nun Haus Overbach.

„Ich sehe die Preisverleihung als deutliches Zeichen für die Vielfalt und Breite des Bildungsangebotes unserer Schulen“, sagte Jülichs Bürgermeister Axel Fuchs und gratulierte allen Preisträgern. Denn ausgezeichnet wurde nicht nur die Ordensgemeinschaft um Pater Josef Költringer, sondern auch die Schulleitung mit Thorsten Vogelsang und Heinz Lingen, 21 Jahre Schulleiter, jetzt Pädagogischer Geschäftsführer. Er durfte ebenso eine kleine Minerva-Statue in Empfang nehmen wie Roland Dreßen (Vorsitzender Schulpflegschaft), Tim Schöngens (Schülersprecher), Rusbeh Nawab (Leiter Science College) und Kerry Jago, Leiter der Singschule.

„Was Overbach auszeichnet, ist die gesamte Breite der unterschiedlichen Angebote an einer Schule“, sagte Staatssekretär Hecke und stellte die Einmaligkeit des Science Colleges heraus. Auf das College ging auch Pater Josef Költringer ein. „Das hätte es nicht gegeben ohne Unterstützung von Landrat Wolfgang Spelthahn, der krankheitsbedingt entschuldigt fehlt.“ Költringer nannte auch noch den Namen des langjährigen Schulleiters Heinz Lingen, ohne dessen Engagement über Jahrzehnte man den Preis nie bekommen hätte. Auch dankte er den vielen Kooperationspartnern wie Forschungszentrum, RWTH, Kreis Düren und der Stadt Jülich.

Musikalisch umrahmt vom Overbacher Kammerchor und dem Saxophon-Trio hatte Prof. Manfred Prenzel als Vorsitzender des Wissenschaftsrates – berät die Bundesregierung und die der Länder – in der Festansprache die Bedeutung der MINT -Fächer (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) herausgestellt, mit denen der Nachwuchs mehr denn je gefördert werden soll.

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