Aldenhoven - Mieter wollen jetzt Klarheit über die Zukunft der Woga

Mieter wollen jetzt Klarheit über die Zukunft der Woga

Von: Adi Zantis
Letzte Aktualisierung:
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Gespräch mit dem Vorsitzenden der Woga-Gesellschafterversammlung, Franz Fiedler (2.v.r.): (v.l.) Günter Weingart, Wilhelm Göbel und Heinz-Josef Korst als Mietervertreter in der Frauenrather Straße. Foto: Zantis

Aldenhoven. Mieter der Wohnungsverwaltungsgesellschaft Aldenhoven (Woga) in der Frauenrather Straße beklagen sich bitter darüber, dass sie noch immer nicht wissen, wie es mit der Woga weitergeht. „Seit drei Jahren werden wir immer wieder mit neuen Vorschlägen vertröstet, ohne dass etwas geschieht!”, lautet ihr Vorwurf vor allem an die bis Oktober 2009 im Rathaus regierende CDU.

„Nach wie vor”, so kritisieren Wilhelm Göbel, Heinz-Josef Korst und Günter Weingart namens der Mietergemeinschaft, „gibt es keine Klärung über unsere Wohnungssituation, und man lässt uns immer noch in völliger Ungewissheit!”

Wenn dann der CDU-Fraktionsvorsitzende Reinhard Paffen mit Blick auf die neue Mehrheit im Rat von einem „heillosen Durcheinander” spreche, „ist das für uns Mieter schon fast eine Zumutung”, formulierte der Sprecherkreis im Gespräch mit unserer Zeitung wörtlich.

Die Hoffnung der Mieter richtet sich jetzt auf einen Vorschlag der SPD-Fraktion, der schon im Sommer 2007 vom damaligen Woga-Geschäftsführer und Christdemokraten Hans Schröder unterbreitet worden war und später aber von der damaligen Ratsmehrheit verworfen wurde.

Das neue und auch von den betroffenen Anwohnern akzeptierte Denkmodell sieht den Verkauf der Woga-Immobilien in der Aldenhovener Propsteistraße und der Siersdorfer Von-Goer-Straße vor. Mit dem Erlös könnten dann die notwendigen und längst überfälligen Sanierungsmaßnahmen in der Frauenrather Straße finanziert werden. „Selbstverständlich werden wir die für 2011 festgelegte Mieterhöhung und auch einen zusätzlichen Unkostenbeitrag akzeptieren”, räumen Wilhelm Göbel, Heinz-Josef Korst und Günter Weingart ein.

Der Unterhalt der Wohnungen weist seit Jahren Defizite auf. Investitionen konnten mangels Geld nicht vorgenommen werden. Die Woga als 100-prozentige Tochter der Gemeinde sollte aber auch nach ihrer Gründungsidee „operative Freiräume zur Vornahme von Investitionen in Zeiten knapper Kassen schaffen”. Daher die Frage aus der Mieter: „Warum wurden in guten Zeiten keine Rücklagen gebildet?”

Auch Franz Fiedler, SPD-Ratsherr, hat sich als Vorsitzender der Woga-Gesellschafterversammlung über die Sorgen der Mieter informiert. „Die Gemeinde ist finanziell am Limit!” Daher sei eine gründliche Sanierung der Häuser in der Frauenrather Straße nach seiner Einschätzung nur möglich, „wenn die Mittel aus dem Verkauf der übrigen Immobilien bereitgestellt werden”.

Laut Fiedler „muss jetzt mit einer klaren Aussage für die betroffenen Mieter eine neue Sicherheit geschaffen werden”.
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