Jülich - Michelangelo und Da Vinci neu aufgelegt

Michelangelo und Da Vinci neu aufgelegt

Von: Kr.
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Kunst ist für sie alle lebenswichtig, und gerne lassen sie bei der Ausstellung in der Wilhelmstraße 11 andere daran teilhaben. Foto: Król

Jülich. „Vom Fluidum der Kunst bleibt immer etwas in den Räumen zurück. Wenn das Jahr weiter fortschreitet, lässt der Eindruck nach und es wird Zeit für etwas Neues”, sagt Physiotherapeutin Saskia Tent, die gemeinsam mit der Fotografin Susanne Schlüter in der Wilhelmstraße 11 in Jülich ihre Arbeitsräume hat.

Die jährliche Ausstellung, die sie in ihrem Haus durchführen, sind für sie daher ein absolutes Muss. Für sie ist Kunst Teil des Lebens. Auch andere Menschen möchten sie daran teilhaben lassen, ihnen Anregungen geben und sie auf den Weg der Kreativität bringen.

Für Saskia Tent, die ihr Können als Heilkunst einbringt, ist Heilsein ohne Kreativität kaum möglich. Anfassbare Kunst will sie daher den Besuchern ihrer Räume bieten und bittet Künstler der Stadt um Mithilfe.

Mit dabei war deshalb auch in diesem Jahr der Kunstkurs der Jahrgangsstufe 12 des Mädchengymnasiums Jülich. Die Renaissance hatten sie sich zum Thema gemacht und Künstler wie Botticelli, Michelangelo und Da Vinci in die Neuzeit übertragen. Ihre berühmten Werke tragen nun die Gesichtszüge der jungen Künstlerinnen. Diese Bilder standen nun zum Verkauf, denn der Erlös soll in das Kenia-Projekt der Schule fließen.

Keine Unbekannte in der Stadt ist außerdem Kirsten Müller-Lehnen. Sie zeigt nicht nur Acrylarbeiten aus ihrer Energie-Serie, sondern auch einige Eindrücke aus Griechenland sowie Strukturarbeiten. „Wertewechsel” hat sie beispielsweise ein Bild betitelt, in dem sie geschredderte 100 DM-Scheine verarbeitet und daraus ein tanzendes Paar entwickelte, dass sich von Geld und Gold löst.

Mit Lichtobjekten ist Hans Peter Bochem dabei. Sie sind eine Mischung aus Skulptur und Leuchten und bestechen schon durch die Vielfalt der Formen, Farben und des Materials, das Bochem verwendet. Von Pappmachee bis Stahl findet alles eine Verwendung.

Die in Jülich geborene Belinda Berger beeindruckt mit Keramiken. Wie Steine wirken ihre Arbeiten, aus denen Kinderhände und -füße wachsen. „Gefangene Kinderseelen” nennt sie ihre Objekte, mit denen sie die Grenze zwischen Keramik und Bildhauerei überschreitet.

Verena Tent zeigt Schmuck, bei dessen Herstellung sie sich von der Natur und den Eindrücken, die sie weltweit sammelt, beeinflussen lässt. Edle Metalle verarbeitet sie mit Strandglas und neuerdings mit Emaille.

Gertrud Kraft erarbeitet für den Verein Dreieck eine ganze Serie zum Thema „anders altern”. Es ist das alternde Paar, dem sie sich zuwendet, dessen Körperlichkeit sie auf der Leinwand ebenso umsetzt wie in Gips oder Bronze.

Sich selbst und ihre Kunst hat die zweite Gastgeberin, die Fotografin Susanne Schlüter bei der Ausstellung zurück genommen. Sie hatte in ihrem Atelier die Cafeteria eingerichtet und zeigte außerdem einige Bilder sowie Weihnachtskarten. Alltagsdinge präsentierte sie fotografisch aufgearbeitet in Weihnachtskugeln. Weiterhin war Anja Lüttgen mit einigen Filzarbeiten dabei.
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