Michael Hintzen verlässt Partei und Fraktion

Von: Otto Jonel
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Linnich. Michael Hintzen, langjähriger Mandatsträger der SPD im Linnicher Stadtrat, hat die Reißleine gezogen.

Am Dienstagabend erklärte er seinen sofortigen Austritt aus Fraktion und Partei.

Hintzen, ein versierter Kommunalpolitiker, wendet den Genossen nicht im Zorn, unverkennbar aber in Enttäuschung den Rücken. Den letzten Stachel setzten offenbar die Beratungen zum Haushalt.

Den Anträge der SPD habe es an Substanz gefehlt und sie seien mit der heißen Nadel gestrickt worden, beklagte der Vorsitzende des Linnicher Finanzausschusses.

Dessen Maß war aber offensichtlich vorher schon bis zum Rand gefüllt. Eher zufällig habe er Kenntnis nehmen müssen, dass die Linnicher SPD mit ihm als Kandidaten bei der anstehenden Kommunalwahl nicht mehr rechne.

Michael Hintzen, der von 1984 bis 1989 immerhin Ortsvorsteher in Tetz war und von 1999 bis 2004 die SPD-Fraktion im Stadtrat anführte, tauchte in der Vorschlagsliste des Ortsvereinsvorstandes zur Besetzung der 13 Linnicher Wahlbezirke nicht mehr auf.

Obwohl die offizielle Aufstellung der Kandidaten für die Wahlbezirke einschließlich der Benennung des SPD-Bürgermeisterkandidaten durch den Ortsverein erst Ende Juni erfolgen soll, war Hintzen tief enttäuscht vom Schweigen seines Fraktions- und Ortsvereinsvorsitzenden in Personalunion, Hans-Friedrich Oetjen. „Er hat mit mir nicht darüber geredet.”

Das Verhältnis zwischen Oetjen und Hintzen gilt seit Jahren als gespannt. Dass sich auch der SPD-Unterbezirk nicht als Vermittler eingeschaltet habe, obwohl er Fraktionsvorsitzenden Jens Bröker darum gebeten habe, trug zur tiefen Verbitterung bei.

Michael Hintzen will sein Ratsmandat als Partei- und Fraktionsloser bis zum Ende der laufenden Wahlperiode wahrnehmen, ebenso den Vorsitz des Finanzausschusses und seine Ausschussmitgliedschaft.
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