Messflüge über der Börde

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Jülich. Zum dritten Mal in Folge wird ab Mittwoch, 15. April, über der Jülicher Börde und angrenzenden Gebieten ein Motorsegler in unterschiedlichen Höhen seine Bahnen ziehen.

Grund dafür ist die Fortsetzung der Messkampagnen der letzten Jahre durch die Boden-, Pflanzen- und Atmosphärenforscher des Forschungszentrums Jülich, einem Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft.

Einfluss auf die Atmosphäre

Die Wissenschaftler wollen untersuchen, wie Pflanzen einer landwirtschaftlich intensiv genutzten Region die regionale Kohlendioxid- und Wasserbilanz in der Atmosphäre beeinflussen.

Auf speziellen Messfeldern in der Nähe von Selhausen sowie westlich von Merken werden schon seit einiger Zeit im Rahmen des Projektes Fluxpat für das Pflanzenwachstum wichtige Bodenwerte wie Wassergehalt und Temperatur ermittelt.

Während der Intensivmessphasen im April und Mai sowie im August und September wird zusätzlich an verschiedenen Pflanzen die Photosynthese direkt gemessen.

Daraus lässt sich berechnen, wie viel Kohlendioxid aus der Luft aufgenommen wird und wie viel Wasser in die Luft abgegeben wird. Beides ist von Bedeutung für die Klimaforschung.

Zusätzlich zu diesen bodengebundenen Messungen wird ab dem 15. April wieder der Motorsegler des Kooperationspartners MetAir eingesetzt. Ausgestattet mit hoch empfindlichen Messgeräten werden der Kohlendioxid- und Wasserdampfgehalt der Luft, die Konzentration von Kohlenmonoxid und Stickoxiden sowie meteorologische Daten, wie Windrichtung und Windgeschwindigkeit, erfasst.

Nicht zuletzt kann vom Flugzeug aus die biologische Aktivität der Nutzpflanzen genau gemessen werden.
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