Melanie Schwalbe: Triathletin zwischen Glück und Schmerz

Von: Kr.
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Die Müntzer Triathletin Melanie Schwalbe sieht man nun häufiger im Jülicher Land trainieren. Foto: Kròl

Müntz. Schwimmen, Radfahren, Laufen. Das sind die großen Leidenschaften von Melanie Schwalbe, die zu den besten Triathletinnen der Republik gehört. Wer die junge Frau sieht, kommt kaum auf die Idee, dass sie im harten Wettkampf der „Eisenmänner” in der Lang- als auch in der Kurzdistanz (olympische Distanz) zu Hause ist und schon einiges an Höhen und Tiefen erlebt hat.

Vor zwei Jahren brach die Ausdauerspezialistin, die im Mai von Soest nach Müntz umgezogen ist, in aussichtreicher Position liegend den Kölner Ironman ab. Sie wurde mit einer Herzmuskelentzündung in eine Kölner Klinik transportiert und musste längere Zeit pausieren.

„Ich habe damals extrem viel Glück gehabt. Anfang September habe ich meine erste Iron-Man-Distanz (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen) wieder auf der gleichen Strecke in Angriff genommen”, erklärt sie. Es wurde ein grandioses Comeback für die 31-Jährige, die nach 10:00:59 Stunden als drittschnellste Frau und Gesamt-NRW-Meisterin Langdistanz ins Ziel kam. Damit unterbot sie ihre bisherige Bestzeit um 35 Minuten!

Locker angegangen

„Ich bin diesen Lauf ganz locker angegangen. Ich habe gedacht, wenn ich nur ins Ziel komme, bin ich besser als vor zwei Jahren. Nur meine Mutter, die zugeschaut hat, war nicht so locker”, erinnert sie sich lächelnd.

Natürlich gibt dieser Erfolg der jungen Sportlerin auch den nötigen Schub, die Messlatte noch höher zu legen. „Mein großes Ziel ist es im kommenden Jahr bei den Europameisterschaften in Frankfurt meine Zeit deutlich zu verbessern und damit auch die Qualifikation für den Ironman auf Hawaii zuschaffen”, gibt sie die Richtung vor.

Denn das Ziel aller Triathleten-Träume heißt Kailua-Kona. Dort endet auf Hawaii der schwerste Ironman der Welt. Aufgrund der speziellen Wetterbedingungen und der extremen Längen gilt der Wettbewerb als sehr schwierig. Bei extremer Hitze von bis zu 40 Grad müssen die Athleten zudem mit starken Winden zurechtkommen.

Die Chancen für Melanie Schwalbe stehen gut, dass dieser Traum in Erfüllung geht.
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