Melancholische Klänge aus Persien

Von: Kr.
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Das Asadi Duo mit Hossein Zarei (links) und Sasan Azodi (rechts) erfreute die Gäste der Familie Ritschel mit persischer Kunstmusik, verpackt in ein neues Gewand. Foto: Krol

Jülich. Ein Konzert in den eigenen vier Wänden, dieser Gedanke beschäftigte Bertie Ritschel schon lange. Als sie vor einigen Jahren Marijke Barkhoff, Vorsitzende des Vereins „Kultur ohne Grenzen”, kennenlernte, stellte sie ihr Haus für die sehr beliebten Konzerte des Vereins zur Verfügung.

Mittlerweile ist Bertie Ritschel stellvertretende Vorsitzende und war nun zum vierten Mal Gastgeberin für ein Hauskonzert. Auch sie ließ es sich nicht nehmen, ihre zahlreichen Gäste mit Kaffee und Kuchen zu verwöhnen. In ihrem Haus herrschte die gleiche lockere und familiäre Atmosphäre, wie man es bei der Familie Barkhoff gewohnt war.

Fremde Kulturen

Das Erleben fremder Kulturen und der hautnahe Kontakt zu den Künstlern sind wesentliche Bestandteile der Konzerte, und so ließen sich auch die Musiker des Asadi Duos, Sasan Azodi und Hossein Zarei, nicht lange bitten. Der persischen Kunstmusik haben sie sich verschrieben. Die Ney, eine historische Bambusflöte, und die Barbat, eine bundlose Laute, beherrschen sie mit Perfektion. In ihrer Musik, die auf dem Radif, einer vorislamischen Melodiensammlung beruht, weben sie mit ihren Improvisationen einen modernen Klangteppich über diesen Korpus.

Eigene Kompositionen

Auch ihre Eigenkompositionen beruhen auf uralter, fast vergessener Musik, die sie in ein neues Gewand kleiden. Die beiden Meister, die sich lange Jahre mit der persischen Musik befasst haben, gaben gerne Erläuterungen und beantworteten Fragen. So demonstrierte Zarei, dass er seine Flöte, die kein Mundstück sondern nur eine runde Öffnung besitzt, auf dem Zahn spielt.

Dadurch hört man sehr viel Luft, was dem Instrument wiederum einen sanften, melancholischen Klang gibt. Überhaupt kommt die persische Musik, die auch für westliche Ohren überaus harmonisch und angenehm klingt, sehr melancholisch daher. „Das ist in unserer Kultur begründet”, erklärt Sasan Azodi, der die Barbat spielt.
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