Jülich - Meisterpianist Menachem Har-Zahav erntet viel Applaus

Meisterpianist Menachem Har-Zahav erntet viel Applaus

Von: ptj
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Klaviervirtuose Menachem Har-Zahav brilliert erneut in der Schlosskapelle. Foto: Jagodzinska

Jülich. Nur der außergewöhnliche Musikgenuss spielte eine Rolle im Konzert des israelisch-amerikanischen Klaviervirtuosen Menachem Har-Zahav, der bereits mehrmals in der Schlosskapelle spielte. Bis auf den Zwischenapplaus zu vorgegebenen Zeiten, als der Meister aufstand und sich vor seinem Publikum verbeugte, war es mucksmäuschenstill, kein Räuspern, kein Husten, keine Anmoderation der Stücke.

Hochkonzentriert, voller Gefühl und in technischer Perfektion brachte Har-Zahav ein abwechslungsreiches Programm mit Werken von Chopin, Rachmaninoff, Gershwin und Debussy zu Gehör. Gerne glaubt der Zuhörer, dass der Klaviervirtuose sein erstes öffentliches Konzert bereits mit sieben Jahren gab. Weil er auch die Jugend für klassische Musik begeistern will, hatten Kinder und Jugendliche freien Eintritt, ein Angebot, das nur wenige nutzten. Mit der ersten Ballade Frédéric Chopins in g-moll, Op. 23 startete Har-Zahav sein Repertoire.

Ergriffen lauschte sein Publikum der ungewöhnlichen Schönheit der melodischen Themen nach der strengen und majestätischen Einleitung. Es folgten zwei der 24 Préludes der spätromantischen Klaviermusik von Sergei Rachmaninoff, Op. 32, Nr. 10 und 12 und zwei „Études-Tableaux“, eine von Rachmaninoff geschaffene Gattung. Hier verschmilzt die Konzertetüde mit der bildhaft inspirierten Tondichtung. Aus Opus 33 spielte Har-Zahav die zweite, aus Opus 39 die fünfte Etüde. Als letztes Stück in der ersten Konzerthälfte brachte der Klaviervirtuose die bekannte, für Orchester geschriebene George Gershwin-Komposition „An American in Paris“ zu Gehör.

Debussy-Interpretationen

Mit seinen „Three Preludes“ war der US-amerikanische Komponist, Pianist und Dirigent auch der erste interpretierte Komponist der zweiten Konzerthälfte. Die erste der Präludien steht in B-Dur und ist im Charleston-Rhythmus gehalten, die zweite in cis-Moll stellt eine Art Blues dar, die dritte ist als schneller Foxtrott in es-Moll komponiert. Weiter ging es mit Claude Debussys „La plus que lente danse“ (der noch langsamere Tanz) ein Walzer, der eigentlich nicht dazu gedacht war, gespielt zu werden. Im Anschluss interpretierte Har-Zahav das hochvirtuose Klavierstück „L’Isle Joyeuse“ (die fröhliche Insel), eines der berühmtesten Klavierwerke des französischen Pianisten.

Auch die zweite Konzerthälfte endete mit einem bekannten Gershwin-Stück, nämlich „Rhapsody in Blue“, das Jazz und konzertante Sinfonik verbindet. Langanhaltender Applaus des begeisterten Publikums belohnte den Meisterpianisten.

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