Meilenstein für Müntzer Feuerwehr

Von: ptj
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Mit Einsatz und Muskelkraft (v.l.): Löschgruppenführer Arno Weiß, Gemeindebrandmeister Martin Roß, Ortsvorsteher Ulrich Goebbels, Bürgermeister Jürgen Frantzen, Architekt Peter Holdenried und Hans-Peter Molls (stellvertretend für alle Handwerker) lassen beim Spatenstich in Müntz Erdklumpen fliegen. Foto: Jagodzinska

Müntz. „Auch wer ein Hochhaus bauen will, muss in die Tiefe graben“ – mit diesem Satz begründete Architekt Peter Holdenried aus Heimbach fast genau ein Jahr nach seiner Beauftragung durch die Gemeinde Titz augenzwinkernd die Wichtigkeit des Spatenstiches zum Müntzer Feuerwehrgerätehaus.

Auf rund 845 Quadratmetern Grundstücksfläche wird mit 1354 Kubikmetern Rauminhalt ein Gebäude für zwei Hallenstellplätze für Feuerwehr-Rettungsfahrzeuge entstehen.

Daran wird ein Lager- und Werkstattbereich angrenzen. Über den Einsatzflur ist der Sozialbereich des neuen Gebäudes zu erreichen, wo sich Umkleidemöglichkeiten mit Dusch- und Waschgelegenheiten befinden – nach Geschlechtern getrennt. Weitere Nebenräume, darunter ein etwa 25 Quadratmeter großer Aufenthaltsraum mit kleiner Teeküche, und 12 Stellplätze für Einsatzkräfte der Feuerwehr im Außenbereich runden das Raumprogramm ab. Das gesamte Gebäude wird durch eine Luftwasserwärmepumpe beheizt, die im Hallen- und Sozialbereich die erzeugte Energie über eine Fußbodenheizung abgibt.

Aus betriebswirtschaftlichen Gründen verzichtet man auf eine solare Unterstützung der Heizungsanlage. Zwar regelt nach Bekunden Holdenrieds die „DIN 14092“ bis ins Detail Raumgrößen, Ausstattungen oder Oberflächenbeschaffenheiten für den Neubau von Feuerwehrhäusern. Dennoch könne nur „in einer vertrauensvollen und konstruktiven Zusammenarbeit mit allen Entscheidungsträgern ein ökonomisch sicheres und zukunftsorientiertes Gebäude entstehen“. Hier dankte Holdenried insbesondere dem Titzer Rat und der Gemeindeverwaltung, der Unfallkasse NRW, Genehmigungsbehörden und natürlich der Freiwilligen Feuerwehr.

„Bewusst kurz“ wollte Bürgermeister Jürgen Frantzen die Reden beim Spatenstich halten, um dem anschließenden Austausch breiteren Raum zu gewähren. Frantzen sprach von einem „Meilenstein“, nachdem 18 Jahre lang praktisch eine Bauruine auf kirchlichem Grund gestanden habe. Seit 2008 habe er gemeinsam mit den Ortsvorstehern Johannes Vaehsen und Ulrich Goebbels „Ideen zur Weiterentwicklung geprüft“. Der Neubau sei gegenüber der Sanierung die deutlich preiswertere Lösung gewesen.

„Eine bunte Schar“ von 15 Handwerkern aus der Region wird in den nächsten Monaten den Entwurf des Architekten umsetzen. Wenn alles gut geht, kann die Feuerwehr Müntz zu Weihnachten ihr neues Domizil beziehen. Dankesworte richtete Frantzen vor allem an die Feuerwehrlöschgruppe Müntz, die sich „sehr schön in die Planung eingebracht hat“. Der Neubau tue „der Löschgruppe, der Ortschaft und auch jungen Familien gut“, denn drei Einfamiliengrundstücke werden zusätzlich vermarktet werden.

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